Montageautomation

Mobiler Bestückungs-Roboter ist so flexibel wie ein menschlicher Werker

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Die Verknüpfung maximaler Flexibilität bei Umrüstung, Einsatz- und Arbeitsraum ist der hervorstechende Vorteil des mobilen Roboters. Er kann wie ein menschlicher Werker je nach Bedarf kurzfristig an bestehenden Produktionslinien eingesetzt oder auf andere Stationen versetzt werden, um Auftragsspitzen flexibel abzuarbeiten. Das reduziert nicht nur die Anschaffungskosten, weil aufwändige Zusatzinstallationen entfallen und vorhandene Anlagen nicht umgebaut werden müssen, sondern gewährleistet auch die schnellere Amortisierung der Investition, weil der Einsatz des Roboters nicht auf einen spezifischen Anschaffungszweck reduziert ist.

An der „Hand“ zum neuen Arbeistplatz geführt

Wenn man den Roboter in eine andere Halle umsetzen will, benötigt man weder einen Kran noch Schwertransporter, man nimmt ihn buchstäblich an die Hand und führt ihn an seinen neuen Arbeitsplatz. Auch die nachträgliche Erweiterung oder Modifikation einer Montagelinie verursacht mit dem mobilen Roboter, anders als beim Einsatz von festmontierten Portal- oder Standsystemen, kein größeres Kopfzerbrechen – der Roboter wird einfach für die zusätzliche Aufgabe programmiert.

Ein kameragestütztes Sicherheitssystem, das den Roboter sofort bremst, wenn er einen geschützten Bereich befährt, schließt Kollisionen mit Mensch oder Maschine aus. Dazu hat die Plattform zwei Sicherheitslaserscanner an gegenüberliegenden Eckpositionen, über denen sich zusätzlich Ultraschallsensoren zur Kollisionsabsicherung befinden. Über die Laserscanner wird die komplette Umgebung des mobilen Roboters überwacht. Dabei sind verschiedene Sicherheitsabstände definierbar. Falls ein Sicherheitsbereich durch eine Person verletzt wird, weicht der Roboter aus oder stoppt.

Zur Raumerkennung wird dem mobilen Roboter die Umgebung eingelernt. Dies kann grafisch am Leitrechner erfolgen (Layout zeichnen) oder durch Herumfahren der Plattform (wobei die Laserscanner die Umgebung kartieren). Die Laserscanner werden dann zur sogenannten landmarkenbasierten Navigation eingesetzt. Es werden ortstypische Merkmale wie Maschinenkanten im Raum detektiert, ausgemessen und mit den Merkmalen in der zuvor erstellten Umgebungskarte verglichen. Somit kann der mobile Roboter seine Position im Raum bestimmen. Zur zusätzlichen Sicherheit werden die Odometriedaten der Räder (Radumdrehungen) gemessen und somit der zurückgelegte Weg ermittelt.

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