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Jetzt ist für die Presse eine hohe Verfügbarkeit mit reproduzierbarer Teilequalität erreicht worden. Sie wurde mit einem absoluten, digitalen Wegmesssystem und einer Ziehkissensteuerung für lineare progressive und degressive Kennlinien ausgestattet. „Es hat zwar, bedingt durch Lieferengpässe diverser Ausrüstungsteile, etwas gedauert, aber zum Anfang 2009 konnten wir die Presse nutzen“, erzählt Faikosch.
Presse wird erstmals für Forschungsauftrag genutzt
Derzeit wird die Presse für einen Forschungsauftrag für die „Integration und Überwachung des Schweißens von Normteilen in Blech-Verbundwerkzeugen“, ein Projekt, das von der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.) und der EFB (Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V.) gefördert wird, erstmals genutzt. Somit ermöglicht die Presse die praktische Erprobung eines neu entwickelten Produktionsprozesses.
Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt SLV München durchgeführt. Die mittelständischen Unternehmen Dr. Josef Gödde Schweißüberwachungen und Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH wirken an diesem Projekt im Bereich der Schweißtechnik mit, während die Unternehmen MDS GmbH & Co. KG sowie Teckentrup GmbH & Co. KG das IPH bei der Konstruktion des Werkzeugs, der Zuführtechnik und den Versuchen unterstützen.
Metallische Bolzen per Lichtbogenschweißen werkzeugintegriert auf Blechteile aufbringen
Ziel der Untersuchungen ist die Entwicklung einer Technik, mit der metallische Bolzen über das Lichtbogenschweißen werkzeugintegriert auf Blechteile aufgebracht werden können. Zu diesem Zweck wurden im Verlauf der ersten Projektphase gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen die Randbedingungen und Spezifikationen für das Werkzeug und den Fertigungsprozess aufgenommen.
In diesem Zusammenhang äußert sich Dipl.-Ing. Dominic Gruß, der als Leiter für dieses Projekt zuständig ist: „Dazu haben wir ein kleines Versuchswerkzeug, genauer ein Folgeverbundwerkzeug gebaut und führen das Blechband über einen Haspel dem Werkzeug zu. Das Band wird anschließend mit zwei, drei kleineren Operationen bearbeitet und im Folgeverbund mit dem Bolzen, der parallel über einen Schwingförderer vereinzelt zugeführt wird, verschweißt.“
Der Schweißkopf ist dabei im Oberwerkzeug untergebracht. Damit wird demonstriert, dass das automatisierte Bolzenschweißen auf Blechen auch in der Praxis hervorragend funktioniert.
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