Schlanker, kompakter, einfacher: Eckardt Systems setzt bei seinen Anlagen zur industriellen Beölung verstärkt auf die modulare Bauweise. Auch bei den Beölungswagen, die mit verschiedenen Auftragstechniken bestückt werden können.
Beölungswagen: Der Rahmen aus verzinktem Stahlblech gibt viele Möglichkeiten, die einzelnen Komponenten anzuordnen und sicher zu verschrauben. So lassen sich bei der Überlegung, was am besten wohin muss, die Betriebsbedingungen vor Ort exakt abbilden.
(Bild: Eckardt)
Oben die Beölungseinheit quer über die Gerätebreite platziert, davor und dahinter die Rollenbahnen für das ein- und auslaufende Material, unten die Druckluftversorgung, Ölversorgung und Dosiersteuerung mit allen Ventilen und Anschlüssen. Der verfügbare Platz auf der Außenseite und innerhalb der Rahmenkonstruktion ist optimal genutzt, ohne dass es überladen oder schwerfällig wirkt. Der Beölungswagen in „Leichtbauweise“ von Eckardt kommt so daher, dass die Vorteile einer solchen mobilen Einheit sofort ins Auge fallen: vielseitig einsetzbar, unkompliziert zu verfahren und bequem zugänglich von allen Seiten.
Der Rahmen aus verzinktem Stahlblech gibt dem Ganzen Struktur – und viele Möglichkeiten, die einzelnen Komponenten anzuordnen und sicher zu verschrauben. So lassen sich bei der Überlegung, was am besten wohin muss, die Betriebsbedingungen vor Ort exakt abbilden. Ausstattungsdetails wie ein manueller Auszug für den Schmiermittelbehälter erhöhen den Bedienkomfort zusätzlich beziehungsweise machen in diesem Fall das Nachfüllen auch in einer suboptimalen Arbeitsumgebung einfach.
Auch für besonders dünne Auftragsstärken
Beim Herzstück der Anlage, der Beölungseinheit, räumt Eckardt seinen Kunden ebenfalls viel Flexibilität ein. Bei der Beölungsbreite können vielfältige Formate realisiert werden, und welche Technik beim Auftrag zum Einsatz kommt, lässt sich ebenfalls mit Blick auf die jeweiligen Prozessanforderungen flexibel bestimmen.
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Gerade wenn besonders dünne Auftragsstärken gefordert sind, ist die Bestückung des Beölungswagens mit einem motorisierten Aufquetschbeöler eine gefragte Variante. Die exklusive Eigenentwicklung von Eckardt kehrt das Prinzip des „Abquetschens“ um, bei dem Walzen die Waschflüssigkeit von gereinigten Teilen entfernen, etwa beim Umformprozess von Karosserieteilen in der Automobilindustrie. Der Beöler nutzt die Methode analog für den Auftrag von Schmierstoffen.
Im Zentrum des Vorgangs stehen eine Quetschwalze und eine Verteilerwalze. Das Medium wird zwischen beide Walzen geführt und von den Poren der Quetschwalze aufgenommen. Indem die Verteilerwalze beim Drehen zunehmend Druck auf die Quetschwalze ausübt, „plattet“ sich der Schmierstoff immer weiter ab zu einer sehr dünnen, homogenen Schicht. Nach diesem Prinzip wird das Medium in gleichmäßiger Stärke an das durchlaufende Material abgegeben. Lässt der Druck auf die Quetschwalze nach, öffnen sich die Poren der Oberfläche wieder und können neues Medium aufnehmen. Der große Vorteil des Verfahrens: Die Schichtstärken werden über den Anpressdruck und den Walzenabstand definiert, bleiben dadurch exakt reproduzierbar und tragen wesentlich zur Prozesssicherheit bei. Abgesehen davon ist die Methode sehr ökonomisch in Sachen Schmiermittelverbrauch. Zudem eignet sich das Verfahren für alle fließfähigen Schmierstoffe, unabhängig von ihrer Viskosität, bis hin zu Fetten.
Mit dem exakt benötigtem Anpressdruck
Als Beölungseinheit für die fahrbaren All-inklusive-Lösungen stehen auch die „klassischen“ Walzenbeöler der WF-Reihe zur Verfügung. Die Systeme sind für den Betrieb mit Wechselwalzen gedacht, wodurch sich unterschiedliche Anforderungen beim Auftrag besonders schnell und unkompliziert einrichten lassen.
Der WF 60 setzt Filzwalzen mit 60 mm Durchmesser ein und kommt in der Regel für Auftragsbreiten bis 1000 mm zur Anwendung. Beim WF 110 beträgt der Walzendurchmesser 110 mm; die Materialbreiten gehen bis 1600 mm. Ausführungen für individuelle Sonderformate sind ebenfalls möglich. Die Systeme sind wahlweise mit Hubvorrichtungen für die obere und/oder untere Walze verfügbar, die das Einführen der Platine erleichtern und dafür sorgen, dass die Walzen mit dem exakt benötigten Anpressdruck auf das Material einwirken und das Schmiermittel entsprechend gleichmäßig abgeben. Die Walzen werden über das Dosiersystem gesteuert.
Auf dem Beölungswagen kommen standardmäßig die motorisierten Varianten der Walzensysteme zum Einsatz. Sie liefern den Durchlaufantrieb für die Platine, da die Rollenbahnen vor und hinter der Auftragseinheit in aller Regel keinen eigenen Antrieb für die Zu- und Abführung des Materials besitzen.
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