M.E. Bruderer Neue Pressengeneration schließt Lücke zwischen Feinschneiden und Stanzen

Redakteur: Dietmar Kuhn

Die Ansprüche an eine Presse sind je nach Einsatz sehr unterschiedlich. Je höher die geforderte Genauigkeit bei Prägungen, Biegungen und Schnittqualität, desto wichtiger ist es, die Kriterien für Pressen und die verschiedenen Techniken zu hinterfragen, wie Bruderer zur Messe Euroblech 2010 mitteilt. Egal ob Transfer- oder Folgeverbundwerkzeug, die Reproduzierbarkeit zu vernünftigen Kosten sind die wichtigsten Kriterien.

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Um neue Wege gehen zu können, bedarf es des Wissens, dass nicht alle Pressen gleich funktionieren. Die MEB Tmd-Press überzeugt durch ihre besonderen Lösungen, heißt es. Ihr wichtigstes Merkmal ist das rein mechanisch erzeugte Bewegungsprofil, das sogenannte Toggle Motion Drive (TMD).

Pressenstößel wird gegen unteren Totpunkt stark verlangsamt

Der Stößel dieser Presse wird gegen den unteren Totpunkt sehr stark verlangsamt und steht über dem Exzenterdrehwinkel von 45° praktisch still. Nach dem unteren Totpunkt wird der Stößel wieder langsam auf die maximale Geschwindigkeit beschleunigt. Das einzigartige Bewegungsprofil entsteht durch die Kombination aus einem speziellen Antriebsmechanismus mit einem Kniehebel.

Der Vorteil dieses Systems ist, dass durch die geringe Auftreffgeschwindigkeit des Stößels praktisch keine Vibrationen und keine Schnittschläge auftreten. Ebenso kann sich das Material durch die lange Verweilzeit im unteren Totpunkt besser in die gewollte Form ergeben. Dies wirkt sich sehr positiv auf die Standzeiten der Werkzeuge, deren Schnitt- und Umformqualität sowie auf die Lebensdauer der Presse aus.

Presse mit extrem hoher Steifigkeit

Ein weiterer Nutzen entsteht dem Betreiber durch die extrem robuste Bauweise der MEB Tmd-Press. Die steife Struktur spiegelt sich nicht nur im Gewicht der Presse, sondern auch in den gemessenen Werten, beispielsweise in der Durchbiegung des Pressentisches und des Stößels, wider.

Diese Werte unterschreiten den gängigen Industriestandard bei Weitem. So misst man bei einer effektiven Belastung von 600 t und einer Tischlänge von 2000 mm eine maximale Durchbiegung von Pressentisch und Stößel von gerade mal 0,06 mm. Diese Werte beeindrucken und sind bei Exzenterpressen mit oder ohne Servoantrieb unerreicht.

Presse ohne Durchbruch für Stanzabfall für noch mehr Steifigkeit

Nicht nur die verbaute Menge an Stahl, sondern auch die Struktur in Maschinenbett und Gehäuse machen diese Steifigkeit möglich. Durch den Verzicht auf einen Durchbruch für den Abfall wird die Steifigkeit noch einmal verbessert.

Die Stanzabfälle werden daher mittels Transportband oder Rüttelmechanismus unter dem Werkzeug abgeführt. Somit können mit der MEB Tmd-Press Werkzeuge gefahren werden, die engste Schnittspaltverhältnisse zulassen.

Es können Teile im Folgeschnitt gestanzt werden, die in Richtung Feinschneidteilen gehen. Die dabei erreichte Qualität ist auf herkömmlichen Pressen nicht möglich, betont der Anbieter.

Über die Einsatzfelder dieser Presse informiert Bruderer auf der Euroblech 2010 in Hannover. Darüber hinaus gibt es weitere innovative Stanzsysteme zu begutachten.

M. E. Bruderer AG (Schweiz) auf der Euroblech 2010: Halle 27, Stand E13

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