Flächig gegrapscht Matrixflächengreifer vereinfacht das Handling

Quelle: J. Schmalz 2 min Lesedauer

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Ein neu entwickelter Matrixflächengreifer von J. Schmalz gilt als einfach zu bedienen und flexibler Helfer bei der Handhabung diverser Werkstücke.

Blick auf einen neu entwickelten Matrixflächengreifer von J. Schmalz. Er spare Energie und packe sich nur diejenigen Bauteile, die es auch wirklich zu handeln gelte ...(Bild:  J. Schmalz)
Blick auf einen neu entwickelten Matrixflächengreifer von J. Schmalz. Er spare Energie und packe sich nur diejenigen Bauteile, die es auch wirklich zu handeln gelte ...
(Bild: J. Schmalz)

Die steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten Produkten, wie sie zum Beispiel in der Blech- oder Nestingbearbeitung zu registrieren ist, führt laut Schmalz zu immer mehr High-Mix-Low-Volume-Anwendungen. Doch diese stellten Fertigungsbetriebe vor Herausforderungen. Denn die Betroffenen müssten häufig umrüsten, sowie die Prozesse und Maschinen flexibel an die vielfältigen Werkstücke anpassen. Das macht die Herstellung komplex und zeitaufwendig. Deshalb hat Schmalz mit dem Matrixflächengreifer FMG eine Alternative für die automatisierte Handhabung von ebenen und überwiegend saugdichten Werkstücken entwickelt.

Modularer Greiferaufbau macht flexibel

Das Besondere am neuen Schmalz-Matrixflächengreifer ist, dass er aufgrund seines modularen Aufbaus beinahe jede Werkstückgeometrie sicher greifen kann, wie der Hersteller betont. Anwender könnten den Greifer deshalb bei Bedarf einfach durch weitere Module erweitern oder verkleinern.

Die Greifermodule mit jeweils zwölf Saugstellen übrigens wiegen weniger als ein Kilogramm und lassen sich in beliebiger Anordnung verblocken, wie es dazu weiter heißt. Dazu erstelle Schmalz eine spezifische Flanschplatte, die der gewünschten Anordnung entspreche. An ihr werden die FMG-Module dann befestigt. Optional erhältliche Näherungsschalter erhöhten die Zuverlässigkeit der Handlingprozesse.

Nur ansaugen, was wirklich benötigt wird

Die Sauger lassen sich außerdem einzeln und gezielt mit Druckluft aktivieren. Dadurch werden die Saugstellen über einen Stößel rund 10 Millimeter weit ausgefahren. Diese Bewegung öffnet gleichzeitig einen Kanal, der das Vakuum wirksam werden lässt, wie Schmalz erklärt. So setzten nur diejenigen Sauger auf das Werkstück auf, die zum Greifen der Geometrie notwendig seien. Das verhindert dann, dass falsche Teile angesaugt werden. Beim Abschalten des Ventils fährt die Federrückstellung die Saugstelle ein, wodurch sie deaktiviert wird. Leckagen an inaktiven Saugstellen seien außerdem ausgeschlossen, wie der Hersteller verspricht. Die integrierte Luftsparregelung sorgt parallel für einen geringen Energiebedarf, während gleichzeitig eine konstante Vakuumversorgung sichergestellt ist. Das System fixiert das Werkstück durch die sogenannte Auto-Hold-Funktion selbst bei einem Ausfall der Energieversorgung. Wegen der standardisierten Saugerschnittstelle könnten Anwender auch unterschiedliche Vakuumsauger mit Durchmessern von 12 bis 28 Millimetern verwenden.

Greifsystem in unter einer Sekunde umrüsten

Eine übergeordnete Maschinensteuerung oder ein Kamerasensor stellt die Daten zu Greifpunkten bereit, um die Sauger entsprechend der Geometrie und Position der Werkstücke zu aktivieren, wie es weiter heißt. Alternativ bietet Schmalz ein Komplettsystem inklusive Kamera und Software an, das zur Erkennung der Produkte und Berechnung der Greifpunkte dient. Aufgrund des simultanen Ansteuerns, ließe sich das System in unter einer Sekunde für neue Artikel umrüsten. Der Matrixflächengreifer benötigt aber eine externe Vakuumversorgung. Dafür bietet sich etwa das Kompaktterminal „SCTSi“s an, das das Greifsystem zentral regelt. Es kann bis zu acht FMG-Module über IO-Link ansteuern, so Schmalz. Pro Einheit versorgten die einzelnen Ejektorscheiben des Terminals das System mit den erforderlichen Saugleistung (50 Liter Luft pro Minute). Durch die integrierte Luftsparfunktion verringert sich der Druckluftverbrauch dabei im Idealfall um 80 Prozent.

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