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Alma CAM

Optimal verschachtelt für so wenig Verschnitt wie möglich

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„Als ich anfing, mit Alma CAM zu programmieren, lief die Software auf UNIX-Workstations und wir mussten die Geometrien zum Teil noch von Hand zeichnen“, erzählt Schmidt. Heute bekommen die CAM-Programmierer von den Kollegen aus der Konstruktion eine Kontur des abgewickelten 3D-CAD-Modells im DXF-Format, die sie in das CAM-System einlesen und mit Daten wie der Blechdicke und -güte verknüpfen, die aus dem ERP-System stammen. Durch den Einsatz der Auftragsverwaltung von Alma CAM hat sich der Prozess dahingehend verändert, dass die Teile nicht mehr produktbezogen, sondern produkt- beziehungsweise auftragsübergreifend verschachtelt werden können.

Enge Integration in das ERP-System

In Zusammenarbeit mit dem Softwarehersteller hat Huber die CAM-Software eng mit dem ERP-System (IFS Applications) integriert, in dem die Auftragsumfänge definiert, die Fertigungsjobs zusammengefasst und die Starttermine für die einzelnen Bearbeitungsschritte festgelegt werden. Diese Daten werden dann an Alma CAM übergeben, um die Teile verschnittoptimiert zu verschachteln und den NC-Code für das Lasern, Wasserstrahlen oder Plasmaschneiden zu generieren. Die Ergebnisse aus der Verschachtelung fließen über die bidirektionale Schnittstelle wieder an das ERP-System zurück, um den tatsächlichen Materialverbrauch einschließlich des Verschnittfaktors kostenmäßig kalkulieren zu können.

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Die bestehende ERP-Lösung wurde Anfang letzten Jahres durch die Software IFS ersetzt. Der Wechsel auf nichtsprechende Artikelnummern im Rahmen des Systemwechsels erforderte Anpassungen an der Schnittstelle und den Prozessen, die mit Unterstützung durch Alma aber problemlos bewältigt werden konnten. Die neue Schnittstelle erlaubt einen noch höheren Automatisierungsgrad, was die Übergabe der freigegebenen Zeichnungen an Alma CAM und die Rückmeldung der Fertigungsaufträge an das ERP-System anbelangt, wie Schmidt erläutert: „Wir fassen in einem Schachtelumfang 150 bis 200 Fertigungsaufträge zusammen, die jetzt gesammelt zurückgemeldet werden können.“

Automatisierung des Schneidvorgangs

Der Schneidvorgang ist bei Huber hochgradig automatisiert und läuft nachts und am Wochenende weitgehend ohne Aufsicht ab. Deshalb werden die Teile nicht sofort vereinzelt, sondern auf den geschnittenen Tafeln zwischen gestapelt. Damit sie beim Handling der Tafeln nicht herausfallen, werden sie durch Mikrostege gehalten, die beim Vereinzeln mit einem leichten Hammerschlag gelöst werden können. Früher fügten die CAM-Programmierer diese Stege nach dem Verschachteln von Hand in die Schnittkontur ein, was zeitaufwendig und fehleranfällig war. Mithilfe von Huber hat Alma einen intelligenten Algorithmus entwickelt, der die Stege in Abhängigkeit von Blechdicke und Lage des Bauteils in der Tafel automatisch setzt. Er erledigt quasi auf Knopfdruck, was früher einen halben Tag Arbeit kostete. Der weitgehend mannlose Betrieb der Flachbettlaser stellt hohe Anforderungen an die Prozesssicherheit und die Qualität der NC-Programme, wie Schmidt betont. „Wir machen im Schnitt 2300 Verschachtelungen pro Monat. 91 % unserer NC-Programme laufen nur ein einziges Mal auf der Maschine, das heißt sie müssen auf Anhieb funktionieren.“ Um die Qualität der NC-Programme zu überprüfen, bietet Alma CAM die Möglichkeit, den NC-Code nach dem Postprozessorlauf zu simulieren. Davon macht Huber allerdings nur in Einzelfällen Gebrauch. Die Logik der Standardbearbeitung ist soweit in der CAM-Software abgebildet, dass auch ungeübte Anwender eigentlich keine Fehler machen können.

Dank der vielen Automatismen, die Schmidt eingerichtet hat, ist die Software sehr einfach zu bedienen: „Ein Azubi ist nach vier Stunden Einweisung soweit, dass er unter Anleitung sein erstes Programm erstellen kann“, sagt der CAM-Programmierer. „Nach drei Tagen lasse ich ihn alleine programmieren und schaue mir nur noch die Ergebnisse an.“ Je nachdem, welche Maschine beziehungsweise Technik der Anwender auswählt, legt Alma CAM automatisch die Teileabstände fest und spart im Fall der Kombimaschine auch die Bereiche für die Pratzen aus. Materialabhängige Parameter wie Eckenrundradien, Anschnittlänge oder Schnittfugenbreite sind in der Software hinterlegt. Nach dem Einfügen der Stege optimiert sie automatisch die Schnittbahnen, unter Berücksichtigung der Bahnkorrektur. Dabei vermeidet sie nach Möglichkeit, dass eine geschnittene Kontur nochmals überfahren wird. „Das von Hand machen zu müssen, wäre extrem schwierig und zeitaufwendig“, sagt Schmidt. „Durch den hohen Automatisierungsgrad ist der Prozess des Blechzuschnitts sehr effizient und sicher geworden“, fasst Wilke die Vorzüge von Alma CAM zusammen. „Der Personalaufwand hat sich deutlich reduziert. Wir erzeugen heute mit drei Programmierern vier- bis fünfmal mehr Output als früher mit fünf Leuten.“ Gleichzeitig ist die Verschnittquote bei Huber deutlich zurückgegangen, was im Wesentlichen der auftrags- beziehungsweise produktübergreifende Verschachtelung zu verdanken ist.

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