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Alma CAM

Optimal verschachtelt für so wenig Verschnitt wie möglich

| Autor/ Redakteur: Michael Wendenburg / Frauke Finus

Die Reduzierung des Verschnitts ist bei der Verarbeitung hochwertiger Materialien Voraussetzung für eine kostenoptimierte Produktion. Die Firma Huber SE, die Maschinen, Anlagen und Ausrüstungskomponenten für die Wasser-, Abwasser- und Schlammbehandlung herstellt, verschachtelt die aus Edelstahl zu fertigenden Teile deshalb auftragsübergreifend mit der Software Alma CAM.

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Die Huber-Gruppe bietet innovative Lösungen für eine effiziente Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung und Schlammtrocknung.
Die Huber-Gruppe bietet innovative Lösungen für eine effiziente Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung und Schlammtrocknung.
(Bild: Alma)

Sauberes Wasser ist die Welt der Huber-Gruppe. Das mittelständische Familienunternehmen mit Hauptsitz in Berching bietet kommunalen und industriellen Kunden innovative Lösungen für eine effiziente Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung und Schlammtrocknung. „Wir bauen keine kompletten Kläranlagen, sondern die Maschinen und Ausrüstungen, die man auf Kläranlagen braucht, um Grob- und Feinstoffe aus dem Wasser zu holen, zu trocknen und aufzubereiten“, erläutert Produktionsleiter Dr. Michael Wilke. „Da gehören wir weltweit zu den Marktführern.“ Huber entwickelt und fertigt seine Maschinen, Anlagen und Ausrüstungskomponenten größtenteils in Berching, ist aber weltweit mit Vertriebs- und Service-Niederlassungen vertreten. Außerdem unterhält das Unternehmen ein Werk in China, das spezielle Anlagen für den chinesischen Markt produziert. Deutschland ist nach wie vor der größte Einzelmarkt, wo auch Innovationen erprobt werden, aber die Wachstumsmärkte liegen im Ausland, insbesondere in Nord- und Südamerika sowie Asien. Das Unternehmen, das weltweit rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, erwirtschaftet mittlerweile 70 % seines Umsatzes von 160 Mio. Euro im Export. Wasserknappheit und das wachsende Umweltbewusstsein in diesen Ländern sorgen für ein kontinuierlich steigendes Auftragsvolumen. Die Maschinen und Anlagen von Huber werden aus einem Baukastensystem auftragsspezifisch zusammengestellt und an die speziellen Anforderungen des Kunden auftragsbezogen angepasst: „Aus Sicht der Fertigung sind die kurzen Lieferzeiten unsere größte Herausforderung. Wir müssen die Maschinen sehr schnell kundenspezifisch konfigurieren, fertigen und weltweit ausliefern“, erläutert Wilke. „Dadurch dass wir ein sehr großes Produktspektrum haben, wissen wir nie genau, was an Aufträgen kommt, sondern müssen sehr flexibel auf die Marktsituation reagieren können.“

Ein CAM-System für alle Maschinen

Huber fertigt seine Maschinen und Anlagen ausnahmslos aus Edelstahl-Blechen, die geschnitten, gestanzt, gebogen beziehungsweise gerollt, mechanisch bearbeitet und nach dem Schweißen im Vollbad gebeizt werden. Je nach Blechdicke, Teilezahl und der weiteren Bearbeitung werden die Blechtafeln auf Flachbettlastern von Trumpf, einer Wasserstrahl-Maschine von Perndorfer, einer Plasmaschneidanlage von Messer-Griesheim oder einer älteren Trumpf-Maschine für das kombinierte Lasern und Stanzen bearbeitet. Die Maschinen laufen im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr und müssen ständig mit neuen CAM-Programmen gefüttert werden. Der Auftragsmix ändert sich jede Woche, wie CAM-Programmierer Jakob Schmidt erläutert: „Da wir auftrags- und produktübergreifend verschachteln, können wir kaum ein CAM-Programm zweimal verwenden.“

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Um nicht für jedes Schneidverfahren ein separates Programmiersystem nutzen zu müssen und die Maschinen offline programmieren zu können, setzt Huber schon seit 17 Jahren die Software Alma CAM ein. Das maschinenunabhängige CAM-System von Alma unterstützt alle Verfahren der Blechverarbeitung vom 2D-Schneiden über das Stanzen, Nibbeln und Konturfräsen sowie die Blechabwicklung und das Biegen bis zum 3D-Schneiden, Rohrschneiden und Roboterschweißen. Zu den besonderen Stärken der Software gehören die ausgereiften Algorithmen für die Verschachtelung und die Schnittoptimierung. Softwarehersteller Alma kümmerte sich um die Anbindung der Maschinen, die keinerlei Probleme verursachte. „Alle Postprozessoren, die wir bekommen haben, liefen auf Anhieb fehlerfrei“, sagt Schmidt. „Lediglich im PP für die Kombimaschine mussten ein paar Parameter für Sonderbearbeitungen ergänzt werden.“ Bei der Anbindung neuer Maschinen ist immer ein Mitarbeiter von Alma in Berching, der solche Anpassungen vor Ort vornehmen kann.

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