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Die Niederländer können so den Ansprüchen ihrer Kunden entgegenkommen, die großen Wert auf eine schnelle Lieferung legen bei gleichzeitig hohen Anforderungen an das Produkt. „Wir haben nur wenige Standard-Produkte und stellen in der Regel kleine und mittlere Serien spezieller Produkte her“, erläutert der Suplacon-Direktor. „Wir wickeln also eine sehr große Anzahl von Aufträgen ab, die entsprechend viel Aufwand verursachen.“ So liefen früher manchmal in einer Woche viele Hundert Aufträge auf, mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von zehn bis zwölf Tagen.
PDM-Lösung ist der zentrale Angelpunkt
Mit der optimierten Prozesskette sind nun aber alle Abläufe gestrafft worden. „Wir wussten schon, wo wir mit unserem Produktionsprozess hin wollten, und waren begeistert von der Offenheit der Wicam-Lösung, die dabei eine wichtige Rolle gespielt hat“, sagt Jellard Koers. „Aber eigentlich wollten wir mehr.“ Ausgangspunkt sei das Ziel gewesen, effizientere Prozesse zu erreichen. „Die Kombination mit Hicad, Helios und Limis für die Planung sowie der ERP-Software Ridder sorgt dafür, dass wir eine optimale Gesamtlösung haben.“ Dabei sei man mehr als erfolgreich: „Fast der gesamte Prozess ist jetzt digital.“
Die PDM-Lösung Helios ist dabei der zentrale Angelpunkt. Hier werden Dokumente und Informationen erfasst, verwaltet und verteilt. Das CAD-System Hicad verfügt über spezialisierte Branchenlösungen, unter anderem für die Blechbearbeitung. Dazu gehören branchenspezifische Funktionen, Arbeitstechniken und Automatismen, mit denen sich Blechmodelle schneller entwickeln lassen. Bei der Konstruktion von Blechkantteilen werden etwa direkt die zugehörigen Strategien für Ecken und Ausklinkungen erzeugt sowie Zuschnitte berechnet.
Freie Konstruktion oder parametrische Arbeitsweise möglich
Darüber hinaus bietet die Software auch Standardverfahren wie die automatische Zuschnittsbemaßung, die Biegesimulation mit passgenauen Biegevorgängen oder die automatische Abwicklung. Die Arbeitsabläufe werden durch den Einsatz eines Expertensystems weiter beschleunigt. Mit diesem können vordefinierte, aber auch individuell erweiterbare Stanzwerkzeuge wie Langloch, T-Stempel oder Schlitzmaske mit grafischer Unterstützung ausgewählt und eingebaut werden.
Die CAD-Lösung ermöglicht dem Anwender sowohl die freie Konstruktion als auch die parametrische Arbeitsweise. In der Parametrik steht zu Beginn der eigentlichen Konstruktionsarbeit der gedankliche Modellaufbau mit all seinen Parametern. Spätere Änderungen lassen sich dann einfach durchführen, denn an die Stelle fester Maße treten die Parameter, denen je nach zu erzeugender Variante bestimmte Werte zugewiesen werden. Bei der freien Konstruktion erfolgen dagegen die Änderungen direkt im Modell – auch im Baugruppenkontext und ohne Berücksichtigung der Historie. Diese Flexibilität ist ein entscheidender Vorteil.
Auf der KMU-Ebene sei etwas Einzigartiges entstanden, ist Suplacon-Direktor Jellard Koers überzeugt. „Das Konzept wurde für unsere Fertigungsumgebung mit kleinen Serien entwickelt, aber es ist sicher auf andere Unternehmen übertragbar.“ Der Anwender könne neben der Fehlerreduzierung und der Zeitersparnis von der größeren Flexibilität und besseren Ausnutzung von Maschinen und Material profitieren – und damit letztlich auch die Kunden.
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