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Spindeln mit 48 mm Durchmesser pressen je 10 t
Der neue Typ von Planetengewindetrieben hat gegenüber einem normalen Kugelgewindetrieb mehrere Vorteile. Planetengewindetriebe bieten sich vor allem dann an, wenn hohe Tragzahlen bei gleichzeitig geringem Bauraum gefragt sind. Im Vergleich zu Kugelgewindetrieben sind sie kleiner und kompakter, beanspruchen weniger Platz und leisten dabei aber die gleiche Kraftübertragung. Die acht von der Maschine benutzten Planetengewindetriebe mit einem Spindeldurchmesser von nur 48 mm pressen je 10 t. Dafür wäre bei einem Kugelgewindetrieb ein Spindeldurchmesser von 80 mm erforderlich gewesen. Das heißt, die Konstruktion benötigt weniger Bauraum und weist eine geringere Trägheit auf, was zu einem viel dynamischeren Betrieb führt.
Im Planetengewindetrieb werden die Kugeln durch rotierende Gewinderollen ersetzt. Diese rotieren in einer Gewindemutter achsparallel um eine Gewindespindel. Durch die zahlreichen großen Kontaktflächen steigt im Vergleich zu Kugelgewindetrieben die Tragfähigkeit. Das Ergebnis: Aus einer verhältnismäßig kleinen Spindel lassen sich große Kräfte herausholen.
Unterstützt gängige Ethernet-basierte Kommunikationsschnittstellen
Das Thema Platzbedarf hat für Solomatic auch bei der Entscheidung für den hochdynamischen Kompaktantrieb Indradrive Cs von Rexroth eine wichtige Rolle gespielt, da dieser umfangreiche Funktionalität auf kleinstem Raum bietet. Wichtig war zudem, dass der Kleinantrieb mit seiner universellen Kommunikationshardware alle gängigen Ethernet-basierten Kommunikationsschnittstellen wie Sercos, Profinet IO (RT), Ethernet/IP und Ethercat unterstützt.
Das Maschinenbauunternehmen nutzt für die Spindeln den Antrieb Indradrive Cs zusammen mit einem Synchronservomotor Indradyn MSK071, der sich durch eine hohe Drehmomentdichte auszeichnet. Dies ermöglicht eine kompakte Bauform mit maximalen Drehmomenten bis zu 84 Nm (Bild 3). Von besonderem Vorteil für Solomatic ist die antriebsintegrierte Funktion „Fahren auf Festanschlag“: Der Motor fährt in Lage- oder Geschwindigkeitsregelung bewusst gegen einen Anschlag und stellt anschließend ein definiertes Drehmoment zur Verfügung, um zum Beispiel für eine Klemmung die nötigen Druck- und Presskräfte bereitzustellen. Antriebe ohne diese Zusatzfunktion würden einen Antriebsfehler melden und mit Abschaltung reagieren, wenn die Achsen gegen einen Anschlag fahren und die Endposition nicht erreichen. Zwei der acht Planetengewindetriebe werden in einem geschützten und abgeschlossenen Bereich betrieben, den die Maschinenführer betreten, um die Anlage mit neuem Material zu versorgen. Diese Schutzzone für das Bedienpersonal hat Solomatic mit dem Antriebssystem Indradrive C geschaffen, das vielfältige Sicherheitsfunktionen direkt im Antrieb bietet – ohne Umweg über die Steuerung.
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