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Bosch Rexroth Planetengewindetriebe bieten große Kraft auf kleinstem Raum

| Autor / Redakteur: Ralf Gleichmann / Stefanie Michel

Hydraulik oder Servoantrieb? Dies gilt es bereits in der Planung einer Sondermaschine zu entscheiden. Um auf kleinstem Raum hohe Kräfte zu bewegen, hat sich ein Maschinenbauer für Planetengewindetriebe mit Servomotorantrieb entschieden. Für die Hydrauliklösung hätte man zu viel Hydrauliköl benötigt.

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Bild 1: Elektrisch angetriebene Planetengewindetriebe können auf kleinem Raum hohe Kräfte bewegen.
Bild 1: Elektrisch angetriebene Planetengewindetriebe können auf kleinem Raum hohe Kräfte bewegen.
(Bild: Bosch Rexroth)

Die Solomatic A/S in Silkeborg (Dänemark) ist auf die Herstellung von qualitativ hochwertigen Sondermaschinen für Branchen spezialisiert, die höchste Anforderungen an Funktionalität, Design und Dokumentation stellen. Zurzeit baut das dänische Unternehmen eine Maschine, die Dichtungsleisten und Gummidichtungen stanzt, schneidet, biegt und auf Aluminiumschienen montiert. Um diese Arbeitsschritte optimal umzusetzen, hat sich Solomatic für eine Antriebslösung von Rexroth entschieden: Die Planetengewindetriebe mit Servomotorantrieb bewegen auf kleinstem Bauraum hohe Kräfte und eröffnen dem Anwender ein hohes Maß an Flexibilität.

Solomatic stellt seine Maschinen komplett selbst her: Solidworks steht für die Konstruktion zur Verfügung, eine eigene Verarbeitungsabteilung ist vorhanden und die Programmierung der Steuerung erfolgt im Haus. Auch die Montage der Maschinen findet im Unternehmen statt. Häufig begleitet man die Kunden durch die gesamte Entwurfsphase, um sicherzustellen, dass sie ihre Produkte genau so herstellen können, wie sie sich das vorstellen.

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Planetengewindetriebe lassen sich unabhängig voneinander steuern

Im Fall der neuen Maschine hat Solomatic gleich zu Beginn der Planungen die Entscheidung treffen müssen, ob eine reine Hydrauliklösung eingesetzt wird oder Gewindetriebe mit Servomotorantrieb. Die acht Zylinder der Maschine hätten für den Druck allerdings über die Wegstrecke 2500 l Hydrauliköl benötigt, sodass die Hydraulikversion ausschied. Deshalb hat man sich für die Planetengewindetriebe von Rexroth entschieden, die sich unabhängig voneinander steuern lassen und auf diese Weise flexibel sind. Gerade dies war ausschlaggebend für die Entscheidung. Zusätzlich sorgen die Dichtungen für einen geringen Verbrauch von Schmierstoffen und verlängern die Nachschmierintervalle.

Die Entwicklung der Werkstücke läuft parallel zum Bau der Maschine. Die finale Ausprägung des Endprodukts ist häufig noch gar nicht bekannt, wenn die Maschine entworfen wird. Doch mit dem nun gewählten Servosystem fällt es leicht, die Maschine anzupassen, da alle acht eingesetzten Spindeln unabhängig voneinander programmiert werden können.

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