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Ähnlich interessant ist das Prinzip der Plattenbänder, wenn mit Stanznippel-Maschinen Bleche verarbeitet werden, die mitunter nur 0,5 mm dünn sind. Auch bei dieser Anwendung stoßen Scharnierbandförderer an ihre Grenzen. Diverse Einsatzversuche haben gezeigt, dass sich die extrem schlanken Stanznippel-Abfälle in den zahlreichen Schlitzen und Spalten der Scharnierbänder immer wieder verhaken. Ein zuverlässiger Abtransport von Fertigteilen und Restmaterial ist daher ebenso wenig machbar wie bei der Laserbearbeitung. Das Plattenband hat konstruktionsbedingt mit den scharfen und dünnen Schnittgütern keinerlei Probleme.
Feedback aus der Praxis: zuverlässig und servicefreundlich
Seit einiger Zeit wird das moderne Förderband von Knoll darüber hinaus in sogenannten Bunkerdosier- und Austragsystemen erfolgreich eingesetzt. Hierbei gilt es, gefertigte Teile, zum Beispiel als Schüttgut, in einen großen Plattenband-Bunker zu schütten. Dieser Pufferspeicher dient beispielsweise der Füllstand abhängigen Zuführung von Schüttgut in Schwingförderer-Zuführanlagen. Was früher durch häufige, händische Befüllung Personal gebunden hat, wird somit automatisiert. Die Herausforderung hierbei: Die Bänder laufen oft mit Steigungen von 0 bis 75° sehr steil nach oben. Da die Plattenbänder von Knoll stark profiliert sind, gewährleistet das System auch in diesen Fällen stets eine bestmögliche Material-Mitnahme.
Den guten Ergebnissen entsprechend, fällt laut Michael Ruderisch, Abteilungsleiter Entwicklung bei Knoll, auch das Kundenfeedback aus allen Branchen durchgängig positiv aus: „Die Beständigkeit unseres Plattenbandförderers wird ebenso gelobt wie die Servicefreundlichkeit. So manche Bänder der ersten Stunde wurden trotz anspruchsvoller Anwendung noch nie ausgetauscht. Sie halten also schon fast fünf Jahre.“ Sollten dennoch Schäden an einzelnen Bandplatten entstehen, ist auch das kein Problem. Sie lassen sich ohne weitere Umbaumaßnahmen einfach und schnell austauschen. Denn anders als beim Scharnierbandförderer sind diese einzeln verschraubt. Man muss also keine Gelenkstangen auftrennen und dann ein Stückchen Band reinflicken. Beim Plattenband werden die Schrauben ganz bequem von oben mit einem Akkuschrauber gelöst, eine neue Platte eingesetzt und wieder mit derselben Fließformschraube verbunden, die vorher im Einsatz war.
Perforierte Platten für einen Einsatz in der Nassbearbeitung
Der Plattenbandförderer ist modular aufgebaut, und es gibt ihn zunächst in den Größen P40 und P63. Die Bezeichnung entspricht der Teilung der Kette. In punkto Nutzbreite des Förderers, sprich die Plattenlänge, können Kunden von 140 mm bis zu 2000 mm aus gewissen Vorzugsgrößen frei wählen.
Die eingesetzten Plattenelemente weisen ein durchgängiges Profil auf, das im sogenannten Rollformverfahren hergestellt wird. Die erzeugte Kontur dient zum einen einer hohen Biegesteifigkeit. So verkraftet das Plattenband eine Belastung von 100 kg auf 1 m Bandbreite und ist somit ohne zusätzliche Unterstützungskonstruktion begehbar. Zum anderen vermeidet die Kontur der Platten jegliche Spaltbildung gegen die Laufrichtung.
Ist der Einsatz des Systems in der Nassbearbeitung geplant, lassen sich perforierte Platten verwenden. Auf diese Weise fungiert das Band quasi als Vorfilter und lässt (nur) den Kühlschmierstoff passieren.
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