Lasys 2014

Precitec zeigt Laserschweißkopf mit gesteuerter Schweißposition

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Richtungsunabhängiges Laser-Löten

Das Laserstrahlhartlöten findet insbesondere im Karosseriebau Anwendung. Typische Applikationsfelder sind das Laserlöten von Hecklappen und Fahrzeugdächern, wo lackierfähige, wasserdichte Verbindungen ohne Nacharbeit entstehen sollen.

Der Bearbeitungskopf Coaxbrazer erlaubt einen vollständig richtungsunabhängigen Laserstrahlhartlötprozess. Durch den koaxial zugeführten Zusatzdraht und die integrierte Nahtführung lässt sich jede mögliche Umorientierung gewährleisten, sofern das Handhabungswerkzeug diese Bewegung erlaubt. In Kombination mit dem ringförmig ausgeprägten Laserstrahlprofil wird Draht und Werkstück schon während der Zuführung vorgewärmt, was zu einem deutlich größeren Anbindequerschnitt und folglich zu einer höheren Festigkeit der Lötverbindung führt. Das gilt auch für hohe Prozessgeschwindigkeiten von 10 m/min.

Das innovative Prinzip der Strahlführung erlaubt zudem große Variationen beim Anstellwinkel des Bearbeitungskopfes zur Werkstückoberfläche. Im Vergleich zum off-axialen wird beim koaxialen Drahtvorschub der zugeführte Draht und das Werkstück durch das innovative Strahlprofil vorgewärmt. Dieser Energieeintrag erhöht den Materialfluss in die Fugen und sorgt für eine deutlich tiefere Anbindung, die sich wiederum in einer höheren Festigkeit der Laserlötnaht widerspiegelt.

Stand der Technik im Bereich des Laserstrahlhartlötens sind Geschwindigkeiten von 3 bis 4,5 m/min. Das Bild zeigt eine Laserlötnaht an einer Dachnullfuge. Der Fügeprozess wurde bei 3,4 kW Laserleistung und einer Geschwindigkeit von 4,5 m/min durchgeführt. Das spezielle Design des optischen Strahlengangs und damit die Führung des Bearbeitungslasers zum Werkstück ermöglicht eine von der Richtung weitgehend unabhängige Bearbeitung und größere Freiheitsgrade bei den Anstellwinkeln. Diese Freiheitsgrade reduzieren den Aufwand für die Bahnprogrammierung drastisch. Aufgrund der innovativen Strahlführung hat eine deutliche Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeit keinen wesentlichen Einfluss auf den Anbindequerschnitt.

Kompakter Laserschnitt fürs Roboter-Händchen

Minicutter – effizient und kostengünstig bei Roboteranwendungen

Besonders für Roboteranwendungen bietet der Minicutter viele Vorzüge. Er ist kompakt, leicht und schneidet effizient und kostengünstig dünne bis mitteldicke Metalle mit Faserlaser bis 1 KW. Die schlanke Bauform ermöglicht eine hohe Zugänglichkeit für die Bearbeitung stark gekrümmter Bauteile. Für eine zuverlässige Funktion ist die Optik durch ein Schutzglas vor Schmelzspritzern, Metalldämpfen sowie Schneidgas geschützt.

Die Fokuslage kann in lateraler und vertikaler Richtung von außen eingestellt werden. Gerade bei komplex geformten Bauteilen garantiert die reaktionsschnelle Abstandsregelung eine gleichbleibende Schnittqualität. Der Minicutter eignet sich auch für die Integration in kompakte 2D-Schneidanlagen.

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