PS Laser Premium Laser Job Shop mit Ambitionen
PS Laser, mit rund 20 Mio. Euro Jahresumsatz in 2006 und rund 100 Beschäftigten ist einer der ganz Großen in der Laser-Job-Shop-Branche. Heute wird dem Kunden (fast) die komplette Prozesskette in Sachen Blech geboten mit der Kernkompetenz Laserschneiden, ergänzt um eine hauseigene Blechbearbeitung und Laserschweißen. Damit wächst PS Laser in die Rolle eines Komplettanbieters hinein.
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Lutz Abram wundert sich: „Manchmal habe ich das Gefühl, die Kunden sind wahnsinnig. Erst schaffen sie die ganzen Aufträge nach Osteuropa und jetzt holen sie alle wieder zurück.“ Rapide steigende Löhne, oft lausige Qualität, mangelhafte Liefertreue, Rohmaterial nur noch gegen Vorkasse und Transportversicherungen, die dankend abwinken, je weiter es gen Osten geht – für den Marketing- und Vertriebschef der PS Laser GmbH & Co. KG steht fest: Osteuropa hat als billige Werkbank des Westens mittlerweile arg an Glanz verloren.
Dass die Kunden in Thedinghausen – und nicht nur dort – wieder Schlange stehen: Abram und PS Laser, mit rund 20 Mio. Euro Jahresumsatz in 2006 und rund 100 Beschäftigten einer der ganz Großen in der Laser-Job-Shop-Branche, kann das nur Recht sein. Schließlich sorgt das für gut gefüllte Auftragsbücher. Allein im ersten Quartal des laufenden Jahres sei der Umsatz aufgrund zusätzlicher Aufträge und bedingt durch signifikante Preissteigerungen beim Vormaterial um knapp 40% gestiegen, berichtet Abram.
Der Fachkräftemarkt wird zunehmend enger
Und weil die Geschäfte bei PS Laser schon in den vergangenen Jahren nicht direkt schlecht gelaufen sind, hat man entsprechend investiert: sowohl in Maschinen wie in Personal. Fast 30 Mitarbeiter mehr als 2005 hat das unternehmen heute an Bord. Allerdings werde es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu bekommen, gibt Abram unumwunden zu. „Leider gibt es keine Laserbediener am Markt, so dass man normalerweise einen CNC-Fachmann umschulen muss, was bis zu drei Monaten dauern kann.“ Folglich will PS Laser aus der Not eine Tugend machen und verstärkt ausbilden. Zwei bis drei Azubis für die Produktion sind zunächst einmal „projektiert“.
Innovationsführer beim Laserschneiden
Aber auch der Maschinenpark – schon immer ganzer Stolz des PS-Laser-Teams – ist in den letzten Jahren modernisiert und aufgerüstet worden. Heute wird dem Kunden (fast) die komplette Prozesskette in Sachen Blech geboten mit den Kernkompetenz Laserschneiden ergänzt um eine hauseigene Blechbearbeitung und Laserschweißen. „Damit wachsen wir, den Kundenanforderungen Rechnung tragend, in die Rolle eines Komplettanbieters hinein“, verkündet Marketing- und Vertriebsleiter Abram.
Beim Laserschneiden sieht er PS Laser „als technischen Innovationsführer“. Die Leistungspalette reicht dabei vom Laserdickblechschneiden bis zu 40 mm Edelstahl oxidfrei bis hin zum High-Speed-Laserschneiden im Dünnblechbereich mit Lineardirektantrieben. Dank des eigenen umfangreichen Vormateriallagers für Edelstahl, Baustahl und Aluminium mit 1140 t Kapazität ist man gegen Versorgungsengpässe am Markt zumindest temporär gefeit.
Beim Laserschneiden setzen die Thedighauser konsequent auf Anlagentechnik vom Trumpf. Für die Rolle des technologischen Branchen-Vorreiters ist nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich, dass PS Laser in enger Partnerschaft mit dem Ditzinger Maschinenbauer quasi als Betatester agiert. „Wird von Trumpf eine neue Maschine aufgelegt, so testen wir diese unter realen Produktionsbedingungen, bevor sie in Serie geht“, erläutert Abram den „Deal“ mit dem Weltmarktführer in Sachen Lasertechnik. „Wir haben dann sogar Trumpf-Techniker vor Ort, die an den Maschinen Messungen durchführen und die Daten direkt an die Entwickler in Ditzingen übermitteln.“
Erheblich erweitert präsentiert sich die in einem zweiten Werksteil untergebrachte Blechbearbeitungssparte, die über einen hauseigenen Lkw-Shuttle-Service an das Stammwerk angebunden ist. Als Ergänzung des Maschinenparks und des Leistungsangebots wurde unlängst eine zusätzliche Kombischleifanlage der Maschinenfabrik Paul Ernst des Typs EM 5 N/II+2F/1400 angeschafft, um ein optimiertes Finishing vor dem endgültigen Versand der Bauteile an den Kunden zu gewährleisten.
A-Lieferanten-Status soll Kundenbasis verbreitern
Die regelmäßig erfolgreiche Überwachung des Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001:2000 durch ZDH-ZERT dokumentiert den gegenwärtigen Qualitätsstandard bei PS Laser. Auf dem mittelfristigen Arbeitsplan des Hauses stehen weitere Qualifizierungen in Form von Produkt- oder Prozessaudits mit dem Ziel, unter anderem als A-Lieferant klassifiziert zu werden, und die aktuell 4000 Einträge zählende Kundenbasis weiter zu verbreitern.
Vertriebstechnische Unterstützung auf diesem Expansionsweg leistet seit Jahresbeginn der österreichische Partner von PS Laser, die Jacquet Metallservice GmbH aus Pinsdorf. Die Zusammenarbeit zeigt schon nach wenigen Monaten greifbare Früchte und erlaubt weitere Perspektiven für die wachsende Anzahl an interessanten Kunden in der Alpenrepublik.
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