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Prüfgerät erkennt Schleifbrand automatisch und eindeutig

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Je nachdem, welche Rolle beziehungsweise welcher Innen- oder Außenring geprüft werden soll, wählt der Bediener das entsprechende Prüfprogramm aus. Dabei werden die jeweiligen Prüfparameter abgerufen und das Gerät stellt sich selbst entsprechend ein. Anschließend werden die einzelnen Teile manuell eingelegt. Auf eine automatisierte Zuführung wurde bewusst verzichtet, um auch mit Kleinserien sowie mit den unterschiedlichen Teilearten und -abmessungen flexibel umgehen zu können. Vor der Prüfung muss zunächst eine Kalibrierprobe für die jeweilige Teileart (Rolle, Innen- oder Außenring) angefertigt werden. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Masterteil mit einem Ersatzfehler, der ähnliche Prüfeffekte wie ein realer Fehler hervorruft.

Kalibrierproben auch für andere Nachweisverfahren von Schleifbrand geeignet

Die bei IMQ definiert hergestellten Kalibrierproben sind nicht nur für die Wirbelstromprüfung, sondern auch für andere Nachweisverfahren geeignet und können für alle Stufen einer Schleifbrandschädigung eingestellt werden – also von lichtmikroskopisch nicht sichtbaren Änderungen über Anlasszonen bis hin zu Neuhärtezonen. Mit dieser bei IMQ entwickelten Technik können Ersatzfehler nicht nur in Wälzlagerkomponenten, sondern zum Beispiel auch in Verzahnungsteile eingebracht werden.

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Der zusätzliche Aufwand bei der Erstellung der Prüfroutine rentiert sich, weil dadurch verlässliche Referenzwerte gegeben sind, die das Verfahren insgesamt schneller und sicherer machen. Die Prüfsignale werden automatisch erfasst und bewertet, sodass der Prüfer schon nach wenigen Sekunden weiß, ob das Teil in Ordnung ist oder nicht. Anders als beim Nitalätzverfahren können nicht nur Stichproben durchgeführt, sondern gesamte Chargen zuverlässig und kostengünstig geprüft werden.

* Dr. Martin Seidel ist Geschäftsführer der IMQ – Ingenieurbetrieb für Materialprüfung, Qualitätssicherung und Schweißtechnik GmbH in 08451 Crimmitschau

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