Nachhaltig, präzise und ultrakurz 1000 Laserstrahlen im Parallelschwung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Pulsar Photonics GmbH entwickelt die Lasermikrobearbeitung weiter: Aktuell entstehe eine Anlage mit Ultrakurzpulslaser, die Flächen von mehr als zehn Quadratmetern präzise und nachhaltig strukturiere. Das Skalierungskonzept erlaube künftig mit tausenden Laserstrahlen das Bearbeiten von zehnmal größeren Oberflächen.

Brücken-Technologie: Das modulare Gantrysystem RDX2800 ermöglicht mit mehreren Arbeitsstationen die ultrapräzise Lasermikrobearbeitung von maximal 2,5 × 1,5 Metern großen Flachbauteilen. (Bild:  Pulsar Photonics GmbH)
Brücken-Technologie: Das modulare Gantrysystem RDX2800 ermöglicht mit mehreren Arbeitsstationen die ultrapräzise Lasermikrobearbeitung von maximal 2,5 × 1,5 Metern großen Flachbauteilen.
(Bild: Pulsar Photonics GmbH)

„Wir sind zwar nicht die Einzigen, die großflächige Lasermikrobearbeitung betreiben“, erklärt Dr. Joachim Ryll, Geschäftsführer von Pulsar Photonics. „Aber unser Ansatz ist einzigartig. Unser Ziel ist es, auf einer einzigen großen Anlage Flächen parallel und individualisiert zu strukturieren.“

Dies sei besonders relevant, da die Nachfrage nach Oberflächenstrukturierung ohne chemische Substanzen steige. Ursachen seien zunehmende umweltrechtliche Einschränkungen und Verordnungen, die den Einsatz von Chemikalien begrenzen. Der Ultrakurzpulslaser (UKP-Laser) biete hierfür eine nachhaltige Alternative. Bisher wurden UKP-Laser hauptsächlich für kleinflächige Anwendungen genutzt, doch bereits jetzt gebe es Lösungen, die Flächen im Quadratmeterbereich für Flachglas, Foliensubstrate und Prägewalzen effektiv bearbeiten sollen.

Bis zu fünf Arbeitsstationen im Paralleleinsatz

Auf Brückentechnologie der besonderen Art setzten die Aachener bei ihrem Gantrysystem RDX2800: Es sei mit seinen Maschinenmodulen nach dem Baukastensystem aufgebaut. Jedes Modul könne Flachbauteile von bis zu 2,5 × 1,5 Metern mit UKP-Lasern präzise bearbeiten. Pulsar reihe mehrere Module hintereinander und könne so größere Bauteile bearbeiten, die deutlich über 10 Quadratmetern liegen. Innerhalb eines Maschinenmoduls ermöglichen laut Hersteller mehrere Arbeitsstationen sowohl die individualisierte Einzelstrahl- als auch die Multistrahlbearbeitung. Dabei sollen insgesamt mehr als tausend Laserstrahlen gleichzeitig eingesetzt werden können.

Im EU-Infrastrukturprojekt Next-Gen-Bat habe das Unternehmen bereits gezeigt, wie sich die Produktivität der Lasermikrobearbeitung erheblich steigern lasse. Sie entwickelten eine Rolle-zu-Rolle-Anlage, die Elektroden für Lithiumionen-Zellen trockne und strukturiere. Die „Multi-Beam-Multi-Scanner“-Optik teile dabei die Laserleistung in mehrere Teilstrahlen, um effizienter zu arbeiten. Den ersten Schritt zum Modulbaukasten mache das Unternehmen nun mit einem Pilotkunden. „Die industrielle Umsetzung im großen Maßstab ist der besondere Reiz“, erklärt Ryll. Geplant sei für den Pilotkunden eine Anlage, in der mehrere miteinander verkettete Arbeitsstationen die über zehn Quadratmeter große Oberfläche von flachen Bauteilen mit UKP-Laser und Multistrahltechnik mit mehreren Teilstrahlen präzise aufrauen und strukturieren.

(ID:50113005)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung