Anbieter zum Thema
Reduzierung des Wasserverbrauchs schon bei Funktionstests offensichtlich
So arbeitet sich die Ätzflüssigkeit nicht idealerweise nur senkrecht in die Tiefe, sondern greift auch die Flanken an. Das passiert nachhaltig unterhalb des Resists, der die Leitungsbahnen beim Ätzen abdeckt und somit gegen die Ätzflüssigkeit schützt. Diese Unterwanderung kann zum Ablösen des Resists führen. Außerdem haben sich sogenannte Pfützen für ein gleichmäßiges, reproduzierbares Ätzen als problematisch herausgestellt, weil sie Widerstände für den Spritzstrahl darstellen.
Diese Widerstände müssen zum Erzeugen der Isolierabstände überwunden werden. Beim pulsartigen Strahlen sind die Schwächen beseitigt: Aufgrund der Puls- und Unterbrechungsdauer, die jeweils im Millisekundenbereich liegen, gelangt weniger Ätzflüssigkeit auf die Leiterplatten. Während der Unterbrechung fließt die verbrauchte Flüssigkeit schneller ab.
Spritz-Waschanlagen: erste erfolgreiche Funktionstests bei ZF Lenksysteme
Des Weiteren wurden beim nachfolgenden Spülen bessere Ergebnisse erzielt. So bot es sich an, die Impulstechnik auf die Teilereinigung zu übertragen: in Spritz-Waschanlagen, die mit kontinuierlichem Spritzstrahl arbeiten. Erste Funktionstests fanden im Werk Schwäbisch Gmünd des Automobilzulieferers ZF Lenksysteme statt. Dort wurden in Anlagen zur Spritzreinigung konventionelle Edelstahldüsen gegen Düsen mit Unterbrechungsturbine, die der Flüssigkeitsstrom antreibt, ausgetauscht.
Das Reinigungsgut bestand zum einen aus Zahnstangen, zum anderen aus Getriebegehäusen. Die Tests zeigten, dass die Strahlpulsung vom Prinzip her funktioniert. Es wurde eine erhöhte Bauteilsauberkeit erreicht. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete es sich laut LP Chemie ab, dass mit einer Reduktion des Spülwasserverbrauchs um ein Viertel zu rechnen sei. Der Spritzdruck wurde wie bei der Reinigung mit konventionellen Edelstahldüsen auf rund 3,5 bar gehalten.
(ID:315954)