Parts2Clean 2008

Qualitätsfaktor Sauberkeit

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Einzelteilreinigung in die Fertigung integriert

Bei der Einzelteilreinigung geht der Trend hin zur prozessintegrierten Reinigung. Eine neue Entwicklung in diesem Bereich ist beispielsweise die Rundtaktreinigungsanlage Aduna-R-Serie der Adunatec GmbH. Sie wurde für die vollautomatische Reinigung, Entfettung, Vorbehandlung und Passivierung runder Werkstücke in getakteten Verkettungen, Fertigungsinseln oder U-Zellen zwischen zwei Arbeitsschritten entwickelt. Die Anlage besteht aus einem kompakten Reinigungsmodul und einer dezentralen Versorgungseinheit. Das neue Konzept der dezentralen Versorgung ermöglicht die problemlose Integration der Aduna-R-Serie in bereits bestehende Linien.

Durchlaufreinigung mit kontinuierlicher Überwachung

Für die Integration in eine kontinuierlich laufende Blankglühlinie entwickelte BVL eine dreistufige Bandreinigungsanlage zum Reinigen und Entfetten, Spülen sowie Trocknen kaltgewalzter Bandstähle. Sie gewährleistet, dass auch bei einer Bandgeschwindigkeit bis 70 m/min ein optimales Reinigungsergebnis erzielt wird. Damit dieses Konzept im Drei-Schicht-Betrieb laufen kann, ist das System mit entsprechenden Badpflegemaßnahmen ausgestattet. So verfügt die Anlage über das kundenspezifisch kalibrierbare Badanalysegerät Libelle, das die Qualität des Reinigungsbads mit einem Sensor in der Bypassleitung der Waschpumpe permanent überwacht und die Ergebnisse an einem Auswerterechner optisch angezeigt. Weil die Informationen online an der Warte vorliegen, erkennt der Bediener mit einem schnellen Blick den aktuellen Badzustand und damit auch die Reinigungsqualität. Nimmt die Verschmutzung der Badflüssigkeit im laufenden Prozess zu, wird dies auf einer Art Tachoscheibe von grün über gelb bis rot angezeigt. Der Badwechselzeitpunkt kann dadurch optimal geplant werden.

Saubere Profile nur durch Wasserdampf

Stand der Technik bei der Reinigung von Profilen ist die Ultraschalltechnologie. Neuere Entwicklungen wenden sich aber auch anderen Medien zu. So entwickelte die MTM GmbH Meißner Technik Müllenbach ein Verfahren, das den Phasenwechsel von Wasser bei rund 140 °C nutzt. Beim Wechsel des Dampfes in die Gasphase übt er einen hohen Druck aus. Dieser kann durch ein der Reinigungsaufgabe angepasstes Düsensystem auf das zu reinigende Blech gerichtet werden. Dieser Dampfstrahl mit kinetischer Energie entfernt Kontaminationen zuverlässig. Die gegenüber dem flüssigen Zustand erhöhte Temperatur senkt beim Kontakt mit Ölen oder Fetten deren Viskosität, was die Abreinigung zusätzlich erleichtert. Mit diesem patentierten Verfahren produziert das Unternehmen kompakte Dampf-Durchlauf-Reinigungsanlagen (DDR). Im Vergleich mit der herkömmlichen Ultraschalltechnologie erreicht die Dampfreinigung ein identisches Reinigungsergebnis, wobei die Leistungsaufnahme mit 15 kW deutlich geringer ist. Darüber hinaus sind kürzere Behandlungsstrecken möglich, was Investitionskosten und Platzbedarf reduziert.

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