Parts2Clean 2008 Qualitätsfaktor Sauberkeit

Autor / Redakteur: Doris Schulz / Josef-Martin Kraus

Wann ist ein Werkstück sauber? Die Antwort auf diese Frage ist ebenso vielfältig, wie das Einsatzspektrum von Blechen und Stanzteilen. Über Lösungen für die kosteneffiziente, reproduzierbare und umweltgerechte Reinigung in der Produktion informiert die Fachmesse Parts2clean 2008 in Stuttgart.Die technische Sauberkeit von Blechen und Stanzteilen ist zu einem Qualitätsfaktor geworden. Dabei stellen immer höhere Sauberkeitsanforderungen bei gleichzeitig steigendem Kostendruck sowie strengeren Umwelt- und Arbeitsschutzvorgaben Fertigungsbetriebe häufig vor die Frage: Wie lässt sich die geforderte Sauberkeit ökonomisch und ökologisch sinnvoll erzielen? Antworten geben die Aussteller auf der Parts2clean 2008 mit einem Überblick über neueste Entwicklungen und den aktuellen Stand der Technik. Die internationale Fachmesse für Reinigung in der Produktion findet vom 28. bis 30. Oktober in der neuen Landesmesse Stuttgart statt.

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Reinigungsbehältnisse aus Runddraht sorgen für eine gute Zugänglichkeit und verkürzen dadurch den Reinigungsprozess. Bei filigranen Stanzteilen verhindert die komplette Verschweißung des Drahtgewebes auch Teileverschleppungen. Bild: Metallform Wächter
Reinigungsbehältnisse aus Runddraht sorgen für eine gute Zugänglichkeit und verkürzen dadurch den Reinigungsprozess. Bei filigranen Stanzteilen verhindert die komplette Verschweißung des Drahtgewebes auch Teileverschleppungen. Bild: Metallform Wächter
( Archiv: Vogel Business Media )

Weil es keinen allgemeingültigen Standard für die Erzielung genau definierter Restschmutzwerte gibt, erfordert jede Reinigungsaufgabe eine individuell abgestimmte Lösung aus Verfahrenstechnik, Reinigungsmedium und -behältnis. Wesentliche Kriterien bei der Auswahl sind die Teilegeometrie, der Werkstoff, Art und Grad der Verschmutzung, der Bearbeitungszustand und der geforderte Reinheitsgrad. Die nasschemische Reinigung mit Lösemitteln oder wässrigen Medien ist die bei der Fertigung von Stanzteilen am häufigsten eingesetzte Reinigungstechnologie.

Effizientere Batchprozesse durch optimale Behältnisse

Ob Werkstücke als Schüttgut oder gesetzte Ware im Batchprozess nasschemisch gereinigt werden, hängt einerseits von deren Geometrie und Empfindlichkeit, andererseits von der geforderten Reinheit ab. Ein Reinigungsbehältnis, in dem die Teile von allen Seiten gut vom Reinigungsmedium umspült werden, zahlt sich hier in jedem Fall aus. Angeboten werden entsprechende Behältnisse aus Edelstahlrunddraht beispielsweise von der Metallform Wächter GmbH. Die gute Zugänglichkeit verringert die Reinigungs- und Trocknungszeit sowie die Medienverschleppung. Dies ermöglicht kürzere Zykluszeiten beziehungsweise einen höheren Durchsatz und längere Badstandzeiten.

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„Müssen gesetzte Blechteile nach der Reinigung beispielsweise in Blister verpackt werden, lässt sich durch die Abstimmung Warenträgers auf die Verpackung eine weitere Kosteneinsparung erzielen. Denn die Teile lassen sich dadurch einfach komplett umstülpen und müssen nicht aufwendig einzeln manuell umgesetzt werden“, so Jörg Schleen, Vertriebsingenieur bei Metallform Wächter. Teileverschleppungen bei der Reinigung filigraner Stanzteile lassen sich verhindern, wenn das Behältnis ohne Befestigungsleiste für das erforderliche Drahtgewebe gefertigt wird.

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