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Innerhalb von zwei Jahren habe man jetzt den Durchbruch geschafft. Hierfür wurde die gesamte bisherige Fertigungsorganisation konsequent umgestellt. Eine wichtige Rolle spielte dabei das im Unternehmen eingesetzte Fertigungsplanungsprogramm (ERP) der Firma Infor GmbH. Heute sei man so weit, dass der gesamte Fertigungsprozess im Prinzip schon am Tag der Bestellungsannahme transparent im System angelegt und komplett durchgeplant sei. Dem Kunden könne man somit einen verbindlichen Liefertermin zusagen. Zugleich könne man ihn frühzeitig ansprechen, falls der geplante Termin nicht zu halten sei.
Angepasste Organisation
„Voraussetzung für den Erfolg war eine tiefgreifende Neustrukturierung wesentlicher Abläufe im Unternehmen“, ergänzt T. Kaysser. Heute läuft die Ressourcenverwaltung ausschließlich im Verantwortungsbereich der Fertigungsorganisation. Den Meistern fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, die Prozesse in ihrem Bereich auf Stimmigkeit mit den Regelvorgaben abzuprüfen und Abweichungen sofort zu melden.
In diesem Zusammenhang veränderten sich auch ihre eigenen Aufgabenbereiche: Die Zuständigkeit für Terminänderungen und entsprechende Umplanungen in den Abläufen liegt jetzt ausschließlich bei der Abteilung Fertigungssteuerung, denn das neue Konzept kann nur funktionieren, wenn alles, was in der Produktion passiert, für die EDV jederzeit transparent ist.
Zugleich wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsvorbereitung und Fertigungssteuerung neu geregelt. Dies ist von erheblicher Bedeutung, da für viele Aufträge teils sehr aufwendige Vorrichtungen benötigt werden. Aufgabe der Arbeitsvorbereitung ist es, stimmige Zahlen zu all diesen Abläufen zu ermitteln und der Fertigungssteuerung zur Verfügung zu stellen.
Schrittweise Einführung
„Selbstverständlich kann man eine so tiefgreifende Umstellung nicht sozusagen mit einem Schlag einführen“, sagt Hinterkopf. Deshalb habe man das Modell zunächst nur an den Laserarbeitsplätzen ausprobiert. Hier wurde damit geübt, bis die Mitarbeiter überzeugt waren. Erst danach wurde das neue Modell flächendeckend im Betrieb eingeführt. Zu den Neuerungen bei der Umstellung gehört auch, dass der gesamte Papierkrieg an Begleitzetteln, Prüfformularen etc. jetzt ebenfalls zentral von der Fertigungssteuerung verwaltet und termingerecht mit den Abläufen im Betrieb bereitgestellt wird.
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