Stapelläufe unter neuer Flagge Rheinmetall sticht mit Kauf von NVL jetzt militärisch in See

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Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Bremer Werftengruppe Lürssen auf einen Kauf ihrer Militärsparte NVL geeinigt, hat die dpa erfahren.

Corvetten wie diese sind eine Expertise von Naval Wessels Lürssen (NVL). Jetzt kommt es zu einer entscheidenden Wendung in der Unternehmensgeschichte! Denn Rheinmetall will sich jeutzt auch im Marinesektor in Sachen Schiffbau engagieren und deshalb NVL gleich kaufen ...(Bild:  NVL)
Corvetten wie diese sind eine Expertise von Naval Wessels Lürssen (NVL). Jetzt kommt es zu einer entscheidenden Wendung in der Unternehmensgeschichte! Denn Rheinmetall will sich jeutzt auch im Marinesektor in Sachen Schiffbau engagieren und deshalb NVL gleich kaufen ...
(Bild: NVL)

Deutschlands größter Rüstungskonzern gab den – man denkt es jedenfalls – milliardenschweren Deal mit Blick auf den Kauf von Naval Wessels Lürssen (NVL) schon am Abend des 14. September bekannt. Die Parteien wollen die Transaktion kurzfristig formal abschließen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden strebten die Parteien den Vollzug der Übernahme für Anfang 2026 an. Der Kaufpreis wird zwar verschwiegen, heißt es weiter, doch angesichts der Milliardenumsätze beider Player dürfte eine gewaltige Summe an die Lürssen-Eigner fließen. Mit dem Erwerb des Schiffbauers möchte sich Rheinmetall breiter aufstellen, wie informiert wird. Nicht zuletzt wollen die Düsseldorfer damit den Marinebereich als zusätzliches Geschäftsfeld betreten. Denn Rheinmetall baute bisher keine eigenen Schiffe, macht aber Geschäfte mit der Marine – etwa mit Schiffsgeschützen und mit Lasermodulen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 hat sich der Börsenkurs des Unternehmens etwa verzwanzigfacht, weil es Waffen auch in dieses Kriegsgebiet liefert.

NVL kann gleich auf mehrere Werften zurückgreifen

Die aktuelle Konfliktlage mache deutlich, dass es auch im maritimen Bereich immer mehr auf militärische Durchsetzungsfähigkeit ankomme. Dem massiv steigenden Bedarf der Seestreitkräfte und den sich erhöhenden Budgets für die Beschaffung will Rheinmetall nun auch mit leistungsfähigen maritimen Systemen entsprechen, die über eine hochmoderne digitale Infrastruktur verfügen und das komplette Spektrum von der Plattform über die Elektronik bis hin zu Sensoren und Effektoren abdecken, wie man erfährt. NVL soll das unterstützen. Die private Werftengruppe Lürssen ist übrigens seit Oktober 2021 zweigeteilt: Und zwar in die Marinesparte Naval Vessels Lürssen und in eine Jacht-Sparte. NVL fokussiert sich dabei auf die Konstruktion und Fertigung von Marine- und Behördenschiffen für die deutsche Marine und ein weltweites Kundespektrum. In Deutschland gehören zu NVL vier Werften. Und zwar die Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), Teile von Blohm+Voss und die Norderwerft in Hamburg sowie die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven. Hinzu kommen Standorte in Bulgarien, Kroatien, Ägypten und Brunei. Weltweit beschäftigt NVL nach eigenen Angaben gut 2.100 Personen. Im letzten Jahr erwirtschaftete der Lürssen-Teilbereich, wie es weiter heißt, einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Rheinmetall hat laut eigenen Angaben rund 40.000 Beschäftigte an 174 Standorten und machte im vergangenen Jahr 9,8 Milliarden Euro Umsatz.

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