Nachhaltig vorbereitet

Roboter verändern die Welt der Bauteilreinigung und -vorbehandlung

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Roboter optimieren die Aluminiumbeschichtung

Bei den klassischen Verfahren werden die Bauteile im sogenannten Hubschrittverfahren durch Behandlungsbäder geführt. Zunächst wird dabei die Oxidschicht in einem stark alkalischen Medium entfernt. Danach sieht die klassische Prozessfolge zwei Spülprozesse vor. Danach erfolgt die Beschichtung mit Titanoxid im stark sauren Milieu. Dieser Prozess hat aber mit sogenannten Verschleppungsproblemen zu kämpfen, weil sich in den beiden Spülprozessen schnell Natronlauge anreichert. Deshalb ist eine effiziente Verfahrenstechnik erforderlich, die aber von Meißner Technik Müllenbach bereitgestellt werden kann. Bei diesem alternativen und patentierten Verfahren werden die zu beschichtenden Teile in Körben mit einem Roboter durch die Behandlungsbecken gefahren. Der Roboter ermöglicht eine wesentlich höhere Flexibilität in der Prozessabfolge. Bei der alternativen Prozessabfolge schließt sich nach der Beschichtung im ersten Becken eine Nachbehandlung an. Dabei werden die Teile nach einer stark sauren Behandlung per Roboter in ein alkalisches Milieu überführt, wobei es zu einer Säure-Lauge-Neutralisation kommt. Dieser Neutralisationsprozess verlängert die Standzeit der Spüle und der Titanoxidschichtung erheblich. Er bereitet die Teile somit für die Beschichtung durch eine veränderte Zusammensetzung des Spülbades optimal vor. Der entscheidende Unterschied ist aber der Einsatz von Robotern.

Reinigungsprozesse verhindern typische Probleme

Ein weiterer Vorteil des Roboters besteht darin, dass er die Bauteile wie mit einer Hand transportieren kann. Dadurch können die aufgetragenen Flüssigkeiten leichter ablaufen, da die Bauteile schräg zur Badoberfläche gehalten werden. Die Flüssigkeiten fließen so schneller vom Bauteil ab. Außerdem wird stetig das Flüssigkeitsniveau in den Bädern reguliert. Auch diese Badführung trägt zur Standzeitverlängerung bei. Durch eine effiziente Badspiegelreinigung werden die Behälter von Öl und oben schwimmende Partikeln befreit. Dadurch werden mögliche Probleme durch schwimmende Ölauge auf der Badoberfläche und damit auch auf den beschichteten Bauteiloberflächen vermieden. Diese Features verbessern den Beschichtungsprozess von Aluminiumteilen respektive der Batteriewannen erheblich. Die prozessrelevanten Tauchbecken werden aus separaten Vorratsbehältern gespeist. Das Medium durchströmt bei der Aktivierung einen Filter. Dies führt ebenfalls zu längeren Badstandzeiten bei stabilen Prozessergebnissen.

Bildergalerie

Ingenieurskunst sichert den Standort Deutschland

Der Prozess läuft weitestgehend bei Raumtemperatur ab. Lediglich das Spül- und Entfettungsbad vor der Trocknung werden beheizt. Dabei wird Wärmeenergie auf das Bauteil übertragen. Die dann im Bauteil gespeicherte Energie sorgt für einen effizienten Trocknungsprozess. Zum Trocknen muss das Medium von der flüssigen in die gasförmige Phase überführt werden. Wird ein Teil dieser Trocknungsenergie bereits vom Bauteil bereitgestellt, ist der Prozess energieeffizienter, als wenn nur heiße Luft verwendet wird. Die Abwärme aus den Anlagenprozessen wird bei dem patentierten Verfahren außerdem über Wärmepumpen zur Beheizung der Heißbäder genutzt.

Das Verfahren von Meißner Technik Müllenbach zielt folglich auf mehr Nachhaltigkeit ab. Ein Vorteil sind deutlich reduzierte Betriebskosten durch den sparsamen Einsatz von Energie und Beschichtungschemie. Die großen Herausforderungen der Transformation in der Mobilität können also durch eine ausgeklügelte Verfahrenstechnik gemeistert werden. Gleichzeitig wird das Image Deutschlands als Land der Erfinder und Ingenieure aufrechterhalten und gestärkt.

(ID:50301004)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung