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Die Bedienung der Anlage beschränkt sich auf das reine Einlegen der Teile, deren Schweißprogramme in der Anlagensteuerung hinterlegt sind. Geschweißt wird ausschließlich vom Roboter. Eine erfreuliche Entwicklung für die Werker, deren Arbeit sich heute wesentlich angenehmer gestaltet. Ohne Schutzkleidung tragen zu müssen, kann sich der Bediener ganz auf den leichteren Part, die Bestückung auf der Sauberseite der Anlage, konzentrieren. Ein manuelles Heften der Teile ist dabei nicht erforderlich. Welche der Aufgaben, Bestücken oder Schweißen, taktzeitkritisch ist, hängt von dem jeweiligen Teilespektrum ab. Ziel ist es, den Schweißroboter maximal auszulasten und dessen Nebenzeiten zu minimieren.
Roboterschweißanlage schafft eine Vorschweißgruppe und eine Hauptschweißgruppe pro Durchgang
Wie kreativ man die Möglichkeiten der Anlage bei Scheppach nutzt, unterstreicht die Schweißfolge bei einem komplett neuen Produkt, der Wippe für die Doppelbrennholzsäge Wox 700 Duo. „Dort teilen wir voluminöse Bauteile in unterschiedliche Baugruppen auf und schweißen in einem Durchgang zwei Vorschweißgruppen und eine Hauptschweißgruppe”, erklärt Niederwieser. „Damit reduzieren wir die Komplexität dieser Komponente und vereinfachen das Spannen erheblich.” Dieses Vorgehen erlaube es dem Roboter, alle relevanten Positionen in perfekter Lage anzufahren, ohne mit diversen Spannelementen in Konflikt zu geraten. Der Teamleiter weiter: „Manchmal gehen wir so weit, dass wir sogar unterschiedliche Bauteile für unterschiedliche Endprodukte auf der Anlage zusammenfassen.“
Selbst das Bestücken der Anlage mit besonders schweren Teilen bis zu einem Gewicht von 150 kg bringt den Schweißroboter bei seiner Arbeit nicht in Schwierigkeiten. Durch die sehr stabile Ausführung des Positionierers treten auch bei solchen Kraftakten keinerlei Vibrationen auf, sodass eine konstant hohe Schweißnahtqualität sicher erreicht wird.
Auch die Qualität der Schweißnähte passt
Ein Aspekt, der dem Schweißfachmann Niederwieser besonders am Herzen liegt: „Selbstverständlich hat die Qualität der Schweißnähte bei unseren Produkten oberste Priorität, ist sie doch für die sichere Funktion maßgeblich verantwortlich. Außerdem sind die meisten Schweißnähte auch nach der Pulverbeschichtung der Endprodukte im Sichtbereich, sodass sie auch vom Käufer als Qualitätsmerkmal wahrgenommen werden.“
Aber nicht nur die Qualität der Schweißnähte passt, auch die Gesamtleistung der Anlage kann überzeugen. Seit der Inbetriebnahme im Juli 2011 läuft die Schweißzelle im Zweischichtbetrieb ohne jedweden Ausfall – ein gutes Gefühl für die Verantwortlichen bei Scheppach.
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