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Roboter Roboterschweißanlage mit zehn Achsen bearbeitet vielfältiges Teilespektrum

| Autor / Redakteur: Ralf Högel / Rüdiger Kroh

Mit einer automatischen Roboterschweißanlage erreicht ein Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen eine besonders hohe Flexibilität. Das zu schweißende Bauteilspektrum reicht beim Gewicht von wenigen Kilogramm bis zu 150 kg. Die Materialdicke liegt zwischen 1 und 15 mm. Ein Zwei-Stationen-Positionierer ermöglicht die Aufteilung der Anlage in Schweiß- und Bestückbereich.

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Der hängend an einer Verfahrachse angeordnete Schweißroboter kann jede Position in der optimalen Schweißlage anfahren.
Der hängend an einer Verfahrachse angeordnete Schweißroboter kann jede Position in der optimalen Schweißlage anfahren.
(Bild: Högel)

Mit ihrem umfassenden Programm an qualitativ hochwertigen, stationären Holzbearbeitungsmaschinen hat die Scheppach GmbH ambitionierte Heimwerker und professionelle Anwender im Visier. Am Firmensitz im schwäbischen Ichenhausen produziert das Unternehmen rund 300 Produkte, Maschinen und Zubehör. Der Qualitätsanspruch spiegelt sich auch in der Fertigung wider, mit einem Maschinenpark, der aus Laser-Stanz-Maschinen, einer Pulverbeschichtungsanlage, diversen CNC-Maschinen und einer neuen Roboterschweißzelle besteht.

Schweißroboter machen Produktion erst wirtschaftlich

„Unser komplexes Produktspektrum wäre ohne Schweißroboter nicht wirtschaftlich herzustellen. Mit der Investition in die Schweißzelle von Yaskawa wollten wir wieder auf den allerneuesten Stand hinsichtlich Qualität, Flexibilität und Programmiermöglichkeiten kommen“, so Jürgen Niederwieser, Teamleiter Blechbearbeitung bei Scheppach. Die Anlage muss dabei mit jedem Bauteil der kompletten Scheppach-Produktpalette zurechtkommen. Die Range reicht von Bauteilen in DIN-A4-Größe mit einem Gewicht von wenigen Kilogramm bis hin zu 150-kg-Komponenten mit 2 m Höhe. Die Materialdicken schwanken von 1 bis über 15 mm. Die einzige Gemeinsamkeit: Alle Teile sind aus Baustahl und werden im MAG-Verfahren geschweißt.

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In der Zelle arbeitet ein Schweißroboter MA1900, der hängend an einer Portalfahrbahn montiert ist, die einen Verfahrweg von 3 m hat. Der schlanke Sechsachser mit einer Reichweite von maximal 1904 mm kann über seine Verfahrachse jede erdenkliche Schweißposition in optimaler Lage anfahren. Mit seiner Drahtzuführtechnik und integrierter Kabelführung sorgt der Roboter für hohe Nahtqualität und Verfügbarkeit.

Steuerung der Roboteranlage kann bis zu 72 Achsen synchron koordinieren

Der Zwei-Stationen-Positionierer der RWV2-Serie mit einem Abstand zwischen den Planscheiben von 3 m und einer Tragfähigkeit von 1000 kg pro Tischseite erlaubt die Aufteilung der Anlage in einen Schweiß- und einen Bestückbereich. Der Servopositionierer verfügt über eine horizontale Drehachse für den Stationswechsel und jeweils eine endlos drehende Rotationsachse auf jeder Tischseite, mit der sich die Bauteile in optimale Schweißlage bringen lassen. Die Steuerung der gesamten Anlage obliegt dem Yaskawa-Controller DX100. Diese Steuerung kann bis zu 72 Achsen synchron koordinieren und kommt mit den zehn Achsen dieser Anlage spielend zurecht.

Auch von der Bedienerfreundlichkeit der DX100 ist Niederwieser überzeugt: „Die Programmierung der Anlage war für uns ein Zeitsprung in eine neue Welt. Nach der Schulung bei Yaskawa hat sich gezeigt, dass man mit der Steuerung schnell und einfach eigene Programme erstellen kann.“

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