Jetzt gegensteuern! Robotik und Automation rutschen ins Minus

Quelle: VDMA 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

„Die Umsatzentwicklung der Robotik- und Automationsbranche signalisiert Handlungsbedarf“, stellt Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation, fest ...

Die Umsatzprognose für die deutsche Robotik und Automation sieht ein Minus von rund neuen Prozent für 2025 kommen. Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation, hat die Lage analysiert und empfiehlt hier, was nun zu tun ist ...(Bild:  VDMA / M. Plambeck)
Die Umsatzprognose für die deutsche Robotik und Automation sieht ein Minus von rund neuen Prozent für 2025 kommen. Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation, hat die Lage analysiert und empfiehlt hier, was nun zu tun ist ...
(Bild: VDMA / M. Plambeck)

„Der Abwärtstrend im Bereich Robotik und Automatisierung basiert nicht allein auf zyklischen Nachfrageschwankungen, sondern hat inzwischen ganz handfeste strukturelle Ursachen“, wie Ley erklärt. Dazu zähle etwa eine zu große Abhängigkeit der Robotik- und Automationsbranche von der deutschen Automobilindustrie. Hinzu kommen Schwächen in der Wettbewerbsfähigkeit, die Wirtschaft und Politik mit konsequenten Reformen adressieren müssen, wie der Experte fordert.

So hat sich der Gesamtumsatz der Sektoren Robotik und Automation in Deutschland seit 2015 entwickelt.(Bild:  VDMA)
So hat sich der Gesamtumsatz der Sektoren Robotik und Automation in Deutschland seit 2015 entwickelt.
(Bild: VDMA)

Positiv entwickelt sich nur der Export in die EU

Die konjunkturellen und strukturellen Schwächen bei den Auftragseingängen im Robotik und Automationssektor haben sich 2024 nämlich nicht nur im Inland mit einem Minus von 16 Prozent zum Vorjahr gezeigt. Denn auf Wachstumsimpulse aus dem Ausland wartet man ebenfalls vergeblich. Die Nachfrage schrumpfte dabei um zwei Prozent. Ley erkennt immerhin einen Lichtblick. Gemeint ist der Export in die Eurozone. Denn die Auftragseingänge aus den Euroländern stiegen 2024 um stolze 44 Prozent, wie er präzisiert. Die Auslandsnachfrage (ohne die Staaten der Eurozone) pendelte sich dagegen um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert ein.

Mehr Tempo und Dynamik bei Innovationen!

„Die Unternehmen der deutschen Robotik- und Automationsbranche müssen die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den Fokus nehmen“, empfiehlt Ley angesichts der Lage. Priorität sollte auf mehr Tempo bei Innovationen gelegt werden. Benötigt werde aber auch mehr Agilität, um schneller auf die Kundennachfrage zu reagieren und sich von Wettbewerbern aus dem Ausland absetzen zu können. Schließlich muss man die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau bringen.

Maßnahmen gegen Wettbewerber sind nötig

Eine entschlossene Reformagenda ist dann noch der Job der Politik. Ley: „Standortnachteile wie überbordende Regulierung und zu hohe Kostenbelastung können wir uns im internationalen Wettbewerb nicht länger leisten.“ Die deutsche Wirtschaft braucht auch verlässliche Rahmenbedingungen, die Wachstum unterstützen und nicht unterbinden. Dann könne die Branche auch wieder auf Kurs gebracht werden. Nicht zuletzt seien alle langfristigen Wachstumstrends für diese Zukunftsbranche weiter intakt. „Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen“, appelliert der VDMA-Fachverbandsvorsitzende.

(ID:50300475)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung