Stanztechnik

Rotationsstanzen erhöht die Produktivität deutlich

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Bei der Integration in eine Profilieranlage steht die Stanze dann in der Regel zwischen den Profilierstichen und benötigt keinen eigenen Materialvorzug und -abzug. Ein Produktwechsel ist dank der Einstellmöglichkeiten meist eine Sache von Minuten.

Auch die Vorschaltung der Rotationsstanze vor eine Profilieranlage ist problemlos möglich. Durch die kompakte Bauform werden meist nicht mehr als 6 m2 benötigt. Die Stanzen verfügen dann über einen eigenen Walzenvorzug und -abzug, die das Material transportieren und die nötige Bahnspannung garantieren.

Technik des Rotationsstanzens ist problemlos integrierbar

Eine autarke Rotationsstanze kommt dann zum Einsatz, wenn vorgelochtes Material der Profilieranlage zugeführt werden soll. Die Produkte werden zunächst auf einer Rotationsstanze gestanzt und dann wieder als Coil aufgewickelt. So können verschiedene Produkte vorgestanzt und bei Bedarf profiliert werden.

Die ständige Weiterentwicklung der Technik eröffnet fortlaufend weitere Einsatzbereiche. So wurde jüngst eine neue Positioniersteuerung entwickelt, die es ermöglicht, die Werkzeuge asynchron zum laufenden Material zu bewegen und so unterschiedliche Lochabstände mit einem Werkzeug zu erzeugen. Dieser Vorgang des Intermittierens, der gezielten Steuerung der Relativgeschwindigkeit zwischen Werkzeugen und Material, ermöglicht variable Lochabstände.

Des Weiteren lässt sich über die Auswahl des Werkzeugumfangs die Flexibilität steigern. Auf einem größeren Umfang lassen sich mehrere Lochgeometrien unterbringen. Auch kann durch einfaches Entfernen von Stempeln, meist durch Lösen einer Schraube, das Lochbild geändert werden.

Im Wettbewerb zählt Wirtschaftlichkeit

Während Leistungssteigerungen in den meisten Bereichen mit höheren Investitionen und Anforderungen erkauft werden müssen, verhält sich das beim Rotationsstanzen geradezu umgekehrt. Der Platzbedarf bleibt mit nur etwa 6 m2 gering. Es werden keine Schlaufengruben oder Fundamente mehr benötigt.

Maßnahmen gegen Lärmemissionen und Erschütterungen können gleichermaßen entfallen. Der Energieverbrauch senkt sich spürbar. Gleichzeitig macht sich die hohe Produktivität dank des ununterbrochenen Stanzprozesses und deutlich höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit bemerkbar.

Immer mehr Branchen setzen auf Rotationsstanzen

Viele Branchen setzen die Technik der Baust Stanztechnologie bereits erfolgreich ein. Schwerpunkte gab es zuletzt in der Elektroindustrie im Bereich Kabelführungen oder in der Bauindustrie für Trockenbauprofile. Auch in der Automobilindustrie finden sich erste Rotationsstanzen.

So beurteilt Christoph Baust auch die Zukunftsaussichten seines Unternehmens positiv: „Der harte Wettbewerb und die ständig steigenden Qualitätsanforderungen arbeiten für uns.“ Mit dieser Einschätzung steht er sicher nicht allein da. Durch die hohen technischen Anforderungen hat Rotationsstanzen gerade am Standort Deutschland eine attraktive Zukunft. So wurde Baust im Jahre 2000 bereits als eines der innovativsten Unternehmen in Nordrhein-Westfalen geehrt.

Auf der diesjährigen Euroblech wird Baust das Rotationsstanzen in Halle 27 am Stand F44 präsentieren.

(ID:45930488)