Überlebenskampf Deutsche Stahlhersteller drosseln die Produktion

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Wegen harter Konkurrenz aus dem Ausland und der Konjunkturschwäche stellt Deutschlands Industrie deutlich weniger Stahl her, so die Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Eins dieser zweckfreien Sprichworte sagt, dass man seines eigenen Glückes Schmied sei. Doch der deutschen Stahlindustrie hilft diese „Weisheit“ in heutigen Zeiten kaum weiter! Denn der Druck in der Branche führt derzeit zu einem Niedergang der Produktionszahlen ...(Bild:  Krummnagel)
Eins dieser zweckfreien Sprichworte sagt, dass man seines eigenen Glückes Schmied sei. Doch der deutschen Stahlindustrie hilft diese „Weisheit“ in heutigen Zeiten kaum weiter! Denn der Druck in der Branche führt derzeit zu einem Niedergang der Produktionszahlen ...
(Bild: Krummnagel)

Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist demnach im ersten halben Jahr 2025 um knapp zwölf Prozent auf 17,1 Tonnen gesunken.. Der Blick auf die Vorjahre verdeutlicht dabei, dass der Rückgang überaus kräftig ist! Denn im ersten Halbjahr 2023 war die Rohstahlproduktion in Deutschland bereits um fünf Prozent gesunken. Im ersten Halbjahr 2024 aber um 4,5 Prozent gestiegen. Deshalb sackt die Menge an produziertem Stahl nun also überdeutlich ab. Der Produktionseinbruch in der Branche mache offenbar, wie dramatisch es um den Industriestandort Deutschland stehe. Die Rohstahlproduktion liege sogar auf dem Niveau der Finanzmarktkrise des Jahres 2009. Die deutschen Stahlunternehmen würden besonders unter der schwachen Inlandsnachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie dem Bausektor, dem Maschinenbau und der Automobilindustrie leiden.

Energieintensive Unternehmen brauchen günstigeren Strom

Die Wirtschaftsvereinigung plädiert deshalb einmal mehr für ein Stahlgipfel als Spitzentreffen auf höchster politischer Ebene. Entscheidend sei dabei, dass sich die Beteiligten um die zeitnahe und verlässliche Umsetzung der bereits für die Abhilfe bekannten Maßnahmen kümmere. Gemeint sind etwa ein wirksamer europäischer Handelsschutz und natürlich wettbewerbsfähige Strompreise, die bereits seit Langem gefordert werden. Politisch müsse jetzt alles daran gesetzt werden, für energieintensive Industrien – und damit ist nicht nur die Stahlbranche gemeint – einen international wettbewerbsfähigen und langfristig verlässlichen Strompreis zu sichern. Ein erster, dringend nötiger Schritt in die richtige Richtung sei die schnelle Senkung der Übertragungsnetzentgelte. Beste Beispiele für die Notlage der deutschen Stahlwelt seien Thyssenkrupp und Salzgitter.

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