Fast BreakevenSalzgitter-Konzern in Teilen auf Rekordniveau
Quelle: dpa
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Die Geschäfte des Salzgitter-Konzerns waren 2025 von schwacher Nachfrage in zentralen Sektoren, hohen Energiepreisen sowie einem harten Wettbewerb geprägt. Dennoch gibt es auch Erfreuliches ...
Hier blickt der Salzgitter-Konzern auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und gibt für 2026 die ersten Prognosen ab ...
(Bild: Salzgitter)
Beim Salzgitter-Konzern kam im letzten Jahr der Geschäftsbereich Technologie auf ein Rekordergebnis, wie man trotz aller sonstigen Unbilden melden kann. Gegenwind habe aber alles gespürt, was mit Stahl & Co. zu tun hat. Die Preise von Walzstahlprodukten etwa lagen unter dem Niveau des Jahres 2024. Zusammen mit den globalen Verwerfungen der Warenströme infolge der US-amerikanischen Handelspolitik kam es zu einer erheblichen Belastung der Stahl produzierenden und verarbeitenden Gesellschaften. Gegenläufig wirkten, wie gesagt, das Rekordergebnis des Geschäftsbereiches Technologie, aber auch ein abermals sehr erfreulicher Ergebnisbeitrag der Beteiligung an der Aurubis AG sowie die Kostensenkungseffekte des Ergebnisverbesserungsprogramms P28.
Weitere Geschäftsentwicklungen bei Salzgitter
Der Außenumsatz bei Salzgitter verringerte sich wegen gesunkener Durchschnittserlöse für Stahlprodukte sowie der Entkonsolidierung der Edelstahlrohrgruppe im Geschäftsbereich Stahlverarbeitung auf neun Milliarden Euro (2024 = zehn Milliarden). Das Ebitda sank entsprechend auf 376 Millionen Euro (2024 = 445 Millionen). Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem von negativen Einmaleffekten geprägten Vergleichswert des Vorjahres auf jetzt noch -28 Millionen (2024 = -296 Millionen Euro). Hierin enthalten ist ein 180-Millionen-Beitrag der „at-equity“ (IFRS-Bilanzierung) einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (2024 = 184 Millionen), der insbesondere im vierten Quartal von hohen Bewertungseffekten aus Metallpreisschwankungen positiv beeinflusst war. Doch mit -30 Millionen (2024 = 0 Euro) wirkten sich Bewertungseffekte aus der im Oktober 2025 stammenden Umtauschanleihe mit Tauschrecht in Aktien der Aurubis AG aus. Aus -70 Millionen Euro Nachsteuerresultat (2024 = -348 Millionen) errechnen sich -1,37 Euro Ergebnis pro Aktie (2024 = -6,51 EUR). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Roce) betrug 0,7 Prozent (2024 = -3,4 Prozent). Die Nettofinanzschulden stiegen, wie begründet wird, aufgrund der hohen Investitionstätigkeit im Rahmen des Dekarbonisierungsprogramms Salcos auf -954 Millionen Euro (2024 = -574 Millionen). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung dann am 3. Juni 2026 die Ausschüttung einer Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor.
Salzgitter erwartet 2026 moderates Wachstum
Immerhin rechnen die Salzgitter-Entscheider mit Blick auf das vorliegende Jahr mit einer wenigstens moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Demnach peilt man einen Umsatz von rund 9,5 Milliarden Euro an, ein Ebitda VX wischen 500 und 600 Millionen Euro, ein EBT VX zwischen 75 und 175 Millionen Euro und ein leicht über dem Niveau von 2025 liegende Rendite auf das eingesetzte Kapital (Roce VX). Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler kommentiert noch: „Angesichts anhaltender Konjunkturschwäche, hoher Energiepreise und zunehmender handelspolitischer Unsicherheiten konzentrieren wir uns auf unsere eigene Handlungsfähigkeit.“ Dazu zählten konsequente Kostensenkungen, Restrukturierungen und aktive Portfoliomaßnahmen. Im Geschäftsjahr 2025 hat man laut Groebler auch erhebliche Kostensenkungseffekte im Vergleich zu 2024 erzielt und mit dem Turnaround des Geschäftsbereiches Handel erste Restrukturierungsfrüchte geerntet. „Gleichzeitig optimieren wir unser Portfolio konsequent nach dem Best Owner-Prinzip: Etwa durch den Verkauf der Desma Schuhmaschinen GmbH und durch die jüngste Akquisition der Thyrolf & Uhle GmbH zur Stärkung unserer Wertschöpfungsstruktur im Bereich Sicherheitsstähle.“
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