So sieht es aus! Salzgitter-Halbjahr endet mit unbefriedigendem Stahlergebnis

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Die Salzgitter AG hat das vergangene erste Halbjahr 2025 analysiert. Folgendes Resultat ist dabei herausgekommen.

Wie das erste Halbjahr 2025 bei der Salzgitter AG gelaufen ist, verrät dieser Beitrag. Eins vorneweg: Die Stahlbereiche enttäuschen eher ...(Bild:  Salzgitter)
Wie das erste Halbjahr 2025 bei der Salzgitter AG gelaufen ist, verrät dieser Beitrag. Eins vorneweg: Die Stahlbereiche enttäuschen eher ...
(Bild: Salzgitter)

Der Salzgitter-Konzern verzeichnete in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres, wie es heißt, einen Außenumsatz von 4,7 Milliarden Euro (H1 2024 = 5,2 Milliarden). Das Ebitda erreichte 116,8 Millionen (H1 2024 = 233,6 Millionen) sowie minus 83,8 Millionen Euro vor Steuern (H1 2024 = 11,5 Millionen). Das Resultat beinhaltet 71,5 Millionen Euro der „at-equity“ (IFRS-Bilanzierung) einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (H1 2024 = 70,6 Millionen). Darüber hinaus sind minus 79,9 Millionen Euro Belastungen aus der Stichtagsbewertung von Derivatepositionen (H1 2024 = 10,8 Millionen) enthalten, sowie Einmaleffekte in Höhe von minus 10,0 Millionen, um das Wertminderungsrisiko von beabsichtigten Portfoliobereinigungen abzudecken (H1 2024 = minus 20,0 Millionen). Aus minus 88,9 Millionen Euro (H1 2024 = minus 18,6 Millionen) Nachsteuerergebnis errechnen sich, wie es weiter heißt, minus 1,68 Euro Ergebnis pro Aktie (H1 2024 = - 0,40 Euro). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) lag bei minus 1,6 Prozent (H1 2024 = 1,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote blieb mit 42,2 Prozent (H1 2024 = 45,6 Prozent) äußerst solide, wie man betont.

Salzgitter will auf drei Säulen sicher stehen bleiben

In einem extrem schwierigen geopolitischen Umfeld setze Salzgitter auf drei Faktoren: Erstens auf ein weiterhin konsequentes Kosten- und Performance-Management. Zweitens schlage man eine vernünftige und verlässliche Brücke in Richtung Dekarbonisierung. Denn während andere lieber nostalgisch in den Rückspiegel schauen, blicke Salzgitter mit Salcos technologisch nach vorn, heißt es dazu. Denn die Modularität von Salcos erlaube es, auch in einem angespannten Marktumfeld zur richtigen Zeit die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Und drittens will man der Politik derzeit genau deutlich machen, was passiert, wenn Deutschland keine resiliente Stahlindustrie mehr hat. Die Auswirkungen gehen nämlich weit über Leitindustrien wie Automobil und die Baubranche hinaus. Die Politik habe selbst die Themen Verteidigung und Infrastruktur klar adressiert. Deshalb sei jetzt der Moment gekommen, innovationsstarken Stahl aus heimischer Produktion durch die Einführung eines neuen, effektiveren handelspolitischen Instruments zu sichern. Schließlich sind die Ergebnisse des ersten Halbjahres der Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung und Handel unbefriedigend und in dieser Form langfristig nicht tragbar. Deshalb setzen die Salzgitter-Entscheider die internen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und Liquiditätssicherung konsequent um – mit bereits sichtbaren Resultaten.

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