Zulieferungen Samag bietet umfangreiche Dienstleistungen für Multicar

Redakteur: Stéphane Itasse

Kleine, meist orangefarbene Fahrzeuge sind ein vertrauter Anblick auf den Straßen. Oft stammen diese in der Fachsprache Geräteträger genannten Nutzfahrzeuge aus dem thüringischen Waltershausen, Sitz des deutschen Marktführers Multicar. Zum Bau der Geräteträger steuert Samag Zulieferungen im großen Umfang bei.

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Aus einem volkseigenen Betrieb (VEB) der DDR hervorgegangen, gehört Multicar seit 1998 zur Hako Gruppe, die auf Innen- und Außenreinigung sowie Anlagenpflege spezialisiert ist. Ein Multicar ist typischerweise in Kommunen, im Garten- und Landschaftsbau, auf Baustellen, in der Entsorgung und bei Facility-Dienstleistern zuhause.

Rahmen stellt hohe Anforderungen

Der Rahmen ist das tragende Teil eines Fahrzeugs, das maßgeblich zur Form beiträgt. Weil es ein komplexes und anspruchsvolles Bauteil ist, gehört es zu den teuersten Komponenten. Ein hohes Qualitätsniveau versteht sich im Fahrzeugbau von selbst. Jede Änderung am Rahmen verändert die Identität des Fahrzeugs und erschwert die Rückverfolgbarkeit der Prozesskette. Aus diesen Gründen wird der Rahmen nur als allerletzte Möglichkeit für Modifikationen in Betracht gezogen.

Die Besonderheit bei Multicar ist die hohe Variantenvielfalt der drei Basismodelle, die in der Rahmenkonstruktion bereits vorgesehen ist: Er enthält die Anbaukonstruktionen für bestimmte Vorbauten oder Ladeflächen. Im Tremo, dem kleinsten Modell, wird ein Leiterrahmen eingesetzt, der die Möglichkeit einer Mittenabsaugung bietet, die für das Betreiben einer Mäh-/Saugkombination benötigt wird. Im Vorderteil ist der Rahmen gekröpft und geneigt. Der Platz wird bei der Montage so gut genutzt, dass praktisch keine Räume mehr offen sind.

In der Konstruktionsphase des Tremo kam der Kontakt mit Samag zustande. Gute Erfahrungen in früheren Projekten, speziell in der Beschichtung, gaben den Ausschlag. Der „Neue“ sollte auch eine langlebige Oberflächenbeschichtung mit der Kathodischen Tauchlackierung (KTL) erhalten, da in Rottenbach eine der ersten Anlagen in Thüringen stand. Konstruktives Know-how der Metallbauer floss auch in die Gestaltung des Rahmens mit ein.

Zahlreiche Sonderausführungen müssen geschweißt werden

350 bis 450 Rahmen werden pro Jahr gefertigt, in zirka 60 davon sind Sonderausführungen enthalten wie Anbauteile, kleine Winkel oder bestimmte Schweißkonstruktionen. Nach den Zeichnungen von Multicar entsteht in eigens eingerichteten Handschweißstationen der fertige Rahmen.

In diesem Prozess werden Einzelteile auf CNC-Lasermaschinen zugeschnitten, teilweise gekantet und vor dem Schweißen für die erforderliche Stabilität und Präzision geheftet. Über die nötigen technischen Gegebenheiten hinaus tragen noch viele andere Faktoren zum Erfolg der Beziehung zwischen Hersteller und Zulieferer in der Nutzfahrzeugindustrie bei.

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