Schwenkbiegen
Bewährte Maschine im teilautomatisierten Dauereinsatz

Ein Gastbeitrag von Marcus Planckh 4 min Lesedauer

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Schlotterer Sonnenschutz Systeme ist Österreichs Marktführer für außenliegenden Sonnenschutz. Das Unternehmen verdankt seine Wettbewerbsfähigkeit nicht nur seinen innovativen Produkten, sondern auch seinen modernen und effizienten Fertigungsprozessen. Wenn eine Maschine ihre Anforderungen optimal erfüllt, kauft man sie gleich mehrfach – wie im Fall einer Schwenkbiegemaschine von Schröder.

Sonderanfertigung: ein elektro-pneumatischer Abrolltisch übernimmt die Kastenrohlinge. (Bild:  Schlotterer)
Sonderanfertigung: ein elektro-pneumatischer Abrolltisch übernimmt die Kastenrohlinge.
(Bild: Schlotterer)

Als Schlotterer im Jahr 2011 in Adnet im Salzburger Land sein zweites Werk aufbaute, wurde der Bereich Raffstore massiv ausgebaut. Dazu gehören Raffstoren mit patentierten Tageslichtlenkungslamellen, Abdunkelungslamellen, besonders robuste randgebördelte Lamellen oder elegante Flachlamellen. Was all diese Außenjalousien brauchen, sind Kästen, in die sie verstaut werden können und in denen die Mechanik sicher untergebracht ist. Mit dem Ausbau des Geschäftsbereichs war den Verantwortlichen bei Schlotterer klar, dass die Fertigung dieser Kästen an einer manuellen Abkantbank zu langsam und kräftezehrend werden würde. Die Abteilung Anlagen- und Instandhaltungstechnik des Unternehmens machte sich deshalb auf die Suche nach einer Lösung und stellte fest, dass für die zu verarbeitenden zwei Millimeter starken Alubleche, die benötigten vier Meter Länge und mindestens 300 Millimeter Oberwangenöffnung nur eine Maschine auf dem Markt in Frage kam: die SPB Evolution von der Schröder Group.

Zweite Maschine und Prozessoptimierung

Die motorische Schwenkbiegemaschine bewährte sich, immer größere Zahlen an Raffstorekästen wurden benötigt und so wurde bereits 2013 eine zweite Maschine des Typs angeschafft. Diesmal allerdings mit einer besonders komfortablen Maschinenoption, erkennbar am Kürzel UD im Produktnamen: der Up-and-Down-Biegewange. Dadurch, dass die Maschine auch von oben nach unten abkanten kann, muss das Blech für eine Gegenkantung nicht gewendet werden. Dies ist vor allem bei großen Blechen von Vorteil, weil der Maschinenbediener keinen Kollegen um Hilfe bitten muss und keine Gefahr mehr besteht, bei der Handhabung etwas zu verkratzen. „Die Up-and-Down-Biegewange stellt eine große Erleichterung dar und macht die Maschine effizienter“, sagt Josef Rehrl, der sich in der Anlagen- und Instandhaltungstechnik bei Schlotterer bisher am meisten mit der Schröder-Maschine befasst hat. Sehr effizient ist auch der gesamte Prozess, in den die SPB Evolution UD eingebunden ist. Zwar sind die Kästen alle sehr ähnlich und es werden immer wieder dieselben vier oder fünf Biegungen durchgeführt, doch nur wenige Kästen haben die gleichen Maße.