Foilpuller / Fipa

Schutzfolien automatisiert von Blechen entfernen

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Für die unterschiedlichen Stufen der Weiterverarbeitung, zum Beispiel zur Montage von Beschlägen und Scharnieren sowie für Ausstanzungen und Schweißarbeiten, muss die Folienbeschichtung partiell oder sogar ganzflächig entfernt werden. Der in drei Richtungen CNC-gesteuerte Foilpuller schneidet die Konturen der dafür benötigten Freiflächen individuell vor. Ein hochpräzises Schneidrad ritzt dabei die Folie leicht an. So bleibt eine hauchdünne Verbindungsfolie erhalten, die der Foilpuller mit einem kleinen Schaber nach programmierten Vorgaben rückstandslos entfernt. Eine Luftverstärkerdüse bläst die entfernten Folienreste in einen Schlauch und transportiert sie aus der Anlage. An allen anderen Stellen verbleibt die Schutzfolie auf dem Blech. Zur Weiterbearbeitung legt das Fipa-Greifersystem das Blech auf dem Stapel am Auslagerplatz ab. Magnetgreifer positionieren die Blechplatinen.

Präziser Konturenschnitt und effiziente Greifertechnik

Die Blech und Metall verarbeitende Industrie stellt hohe Anforderungen an Vakuumsauger. Sehr gute Standzeit bei gleichzeitig hoher Haltekraft, Rutschfreiheit sowie LABS- und Silikonfreiheit sind die Voraussetzungen für das prozess-sichere Handling von Blechen. Das Fipa-Greifersystem ist mit zwei Größen an Blechsaugern bestückt. Sie entwickeln eine hohe Haltekraft durch optimierte Kontaktflächen und einen inneren Saugeraufbau, der Seitenkräfte gut aufnimmt. Abstützrippen verhindern störende Tiefzieheffekte, die besonders dünne Bleche schnell verformen.

Kompakt-Ejektoren von Fipa erzeugen das Vakuum für die Blechsauger. Sie benötigen wenig Platz und arbeiten aufgrund der Kombination aus Druckregel-Luftsparfunktion und elektronischer Luftsparautomatik äußerst wirtschaftlich. Verglichen mit herkömmlichen Vakuumerzeugern lassen sich bis zu 97 % der Betriebskosten einsparen. Die elektronische Abblasfunktion und Vakuumsteuerung erreichen schnelle Taktzeiten.

Durch die enge Zusammenarbeit war das Konstruktionsteam in der Lage, den Foilpuller schnell zur Marktreife zu entwickeln. „Bislang konnte niemand einen so zuverlässig arbeitenden Folienabziehautomaten anbieten. Mit dem Foilpuller schließen wir eine echte Marktlücke. Die erfolgreiche Patentierung krönt den Erfolg unserer langjährigen Entwicklungsarbeit“, sagt Stark. Durch die Patentierung werden immer mehr Unternehmen auf den Foilpuller aufmerksam. Da der Prozess auch auf andere Anwendungen übertragbar ist, wächst das Interesse an dieser zukunftssicheren Lösung. Ob glatter oder strukturierter Edelstahl, lackiertes Stahlblech, beschichtete Platten oder bedruckte Folien – das Verfahren findet auf nahezu allen gängigen Oberflächen Anwendung. Aus diesem Grund betont Stark: „Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Wir sehen ein hohes Potenzial in vielen Bereichen der Blechverarbeitung, besonders in der Automobilindustrie.“

Die Foilpuller-Anlage beweist ihre hohe Tauglichkeit bereits im Dauerbetrieb. Stark berichtet: „Bis Ende des Jahres produziert die Anlage in Bobingen für einen führenden Hersteller von Kühlschränken. Über 100.000 Bleche hat der Foilpuller schon erfolgreich bearbeitet. Am Ende des Jahres wird die Anlage an den Abnehmer ausgeliefert.“

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