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Die etwa 340 m Kehl- und V-Nähte wurden früher per Hand verschweißt, was den Mitarbeitern körperlich einiges abverlangt hat. Außerdem sollte die Verarbeitungsqualität weiter steigen, um die Nacharbeit an den Schweißnähten zu minimieren. Der Erfolg in Zahlen kann sich sehen lassen: Der Roboter reduziert die Schweißzeit von 114 auf 80 Stunden. Und die Nacharbeit sank um über 10%.
Der Schweißroboter bewegt sich auf einer C-Säule
Um die großen Turbinenteile mit bis zu 4 m Durchmesser und 2 m Tiefe optimal schweißen zu können, hat Cloos den Roboter vom Typ Romat 350 an einem fast 10 m hohen C-Ständer montiert. Im Zusammenspiel von Boden-, Höhen- und Querfahrwerken sowie einem Dreh-Kipptisch erreicht der gelenkige Roboter in dem komplexen 30-t-Bauteil über 80% der Schweißnähte.
Die Romat-Schweißroboter sind in Drehgelenkbauweise ausgeführt und verfügen über sechs Bewegungsachsen. Der Typ 350 hat zudem eine verlängerte 3. Achse mit über 2200 mm Reichweite für eine optimale Zugänglichkeit der großvolumigen Bauteile.
Schweißroboter arbeitet mit Wiederholgenauigkeit von unter 0,1 mm
Dynamische Servoantriebe ermöglichen eine hohe Tragfähigkeit von 15 kg und die genauen Kompaktgetriebe sorgen für eine hohe Wiederholgenauigkeit von unter 0,1 mm. Die Steuerung Rotrol II steuert die sechs Roboterachsen sowie bis zu zwölf weitere externe Achsen, beispielsweise der Positioniereinheit.
Anhand der CAD-Bauteildaten hat Cloos parallel zur Entwicklung und Fertigung der Roboteranlage bereits die Lage und Beschaffenheit der Schweißnähte für die Programmierung der Steuerung simuliert. Das verkürzte die Inbetriebnahme deutlich, weil lediglich wenige Programmänderungen am Originalteil gemacht werden mussten, um zum Beispiel die verschiedenen Vorrichtungen vor Ort zu berücksichtigen.
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