Personalrekrutierung

Sich im Wettbewerb um knappe Fachkräfte besser positionieren

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Das IAB befragt seit mehr als 20 Jahren regelmäßig Betriebe zum kurz- und mittelfristigen Arbeitskräftebedarf und dazu, wie sie die Stellen besetzen können. Besonders gesucht würden Elektro- und Maschinenbauingenieure, vereinzelt auch Techniker, fasst Kubis die Lage im verarbeitenden Gewerbe zusammen.

Wertschätzung von Mitarbeitern zahlt aus

Im Schnitt brauche ein mittelständisches Unternehmen 100 Tage, um einen Arbeitsplatz adäquat mit einem Fachhochschul- und Hochschulabsolventen zu besetzen, sagt er. Firmen in ländlichen Regionen falle es besonders schwer, an gut ausgebildete Spezialisten heranzukommen, sagen die Experten. Die Engpässe könnten sogar zu einem Risiko für Unternehmen werden.

Fühlen sich die Mitarbeiter wertgeschätzt, zahlt sich das für die Firma aus. Sie sind motivierter, verlässlicher und die besten Recruiter für das eigene Unternehmen. So ergaben die Befragungen des IAB bei 15.000 Unternehmen, dass 30 % der neuen Mitarbeiter über persönliche Kontakte rekrutiert werden. Das verdeutlicht, wie wichtig die Unternehmenskultur nicht nur für die Innen-, sondern auch für die Außenwirkung ist.

„Die Verantwortlichen müssen sich überlegen, wie sie Mitarbeiter binden können. Dazu gehört eine strategische Personalpolitik“, sagt Demary. Besonders schätzten die Beschäftigten beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Betriebskindergärten, ein positives Betriebsklima sowie Gesundheitsangebote, meint sie.

Entwicklungsmöglichkeiten müssen spürbar sein

Generell müssen schon bei der Bewerbung Karriere- und Aufstiegschancen in einem Unternehmen erkennbar sein. Die künftigen, aber auch die existierenden Angestellten brauchen berufliche Perspektiven. Das ist besonders wichtig in Familienunternehmen, wo Leitungspositionen oft von Familienmitgliedern besetzt sind. „Ein Mangel an Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen frustriert die Mitarbeiter“, warnt Reiche und ergänzt: „Wer Leistungsbeurteilungen nicht formalisiert und regelmäßig durchführt, ist im Nachteil. Sie sind schließlich der Ausgangspunkt für weitere Entwicklungsmöglichkeiten."

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