Immer daran denken! So vermeidet man üble Unfälle durch Strom beim Handschweißen

Quelle: Fronius 8 min Lesedauer

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Fronius erklärt, dass man für den Menschen zwar einige Gefahrenquellen beim Schweißen von Hand eliminieren kann, doch der elektrische Strom ein oft nicht beachtetes Problem darstellt.

Immer aufmerksam? Fronius warnt vor den unsichtbaren Gefahren beim Handschweißen – dem elektrischen Strom. Eine Konstellation, die für Probleme sorgen kann, ist etwa, wenn zwei Personen gleichzeitig schweißen. Aber es gibt noch andere Risiken ...(Bild:  Fronius)
Immer aufmerksam? Fronius warnt vor den unsichtbaren Gefahren beim Handschweißen – dem elektrischen Strom. Eine Konstellation, die für Probleme sorgen kann, ist etwa, wenn zwei Personen gleichzeitig schweißen. Aber es gibt noch andere Risiken ...
(Bild: Fronius)

Beim Gedanken ans Handschweißen entstehen oft Bilder von gleißenden Lichtbögen, fliegenden Funken und aufsteigendem Rauch, wie Fronius beschreibt. Eindrucksvoll prägen diese das Image des Schweißens, das deshalb oft als gefährlich und martialisch wahrgenommen wird. Doch dieses Bild stellt nur die sichtbaren Risiken dar, die sich laut Fronius mit moderner Schutzausrüstung und durch die Beachtung von Sicherheitsstandards abblocken lassen (Strahlung, Rauch und glühende Spritzer). Professionelle Schweißfachleute seien also in der Regel mit Helmen, Handschuhen, Schutzkleidung und Isoliermatten gegen eine Erdung ausgerüstet, die sie zuverlässig vor äußeren Einflüssen schützen. Was jedoch häufig unterschätzt werde, sei die unsichtbare Gefahr – der elektrische Strom! Ein unerwarteter Zuruf etwa, dann ein reflexartiges Umdrehen und die ungeschützte Hand greift eventuell an die Stabelektrode. Dann wird der Körper unweigerlich ein Teil des Stromkreises mit verheerenden Folgen. Elektrischer Strom nimmt auch durch den Körper stets den kürzesten – widerstandsärmsten – Weg zwischen Eintritts- und Austrittsstelle. Verläuft der Weg etwa über beide Hände, durchquert der Strom nicht nur Arme und Oberkörper, sondern auch das Herz. Das kann tödlich sein, warnt Fronius.

Schon wenige Milliampere Strom können sehr gefährlich sein

Während bei handelsüblichen Elektrogeräten die unter Spannung stehenden Teile gegen Berührung geschützt sind, besteht beim Lichtbogenschweißen ein erhöhtes Risiko, gibt Fronius zu bedenken. Denn die sogenannte Leerlaufspannung kann zur gefährlichen Berührungsspannung werden – insbesondere dann, wenn gleichzeitig das Werkstück (Masse) und die Elektrode oder unisolierte Teile des Elektrodenhalters berührt werden. Passiert das, spricht man von einer „Durchströmung“ des menschlichen Körpers. Für die Leerlaufspannung gelten je nach Einsatzbedingungen deshalb festgelegte Höchstgrenzen. Eine elektrische Gefährdung für den Menschen beginnt übrigens bereits bei Spannungen über 25 Volt Wechselspannung (Effektivwert) oder 60 Volt Gleichspannung – sofern gleichzeitig ein ausreichend starker Stromfluss stattfindet, also wenig Widerstand besteht. Wenn elektrischer Strom den menschlichen Körper durchfließt, reizt er Muskeln, Nerven und eben das Herz-Kreislauf-System. Mögliche Folgen reichen von Muskelverkrampfungen und Stromverbrennungen (Strommarken) bis hin zum Atemstillstand. Und bereits ab einer Stromstärke von 30 Milliampere (mA) besteht akute Lebensgefahr. Die sogenannte „Loslassgrenze“ liegt bei Wechselstrom zwischen 10 und 15 Milliampere, bei Gleichstrom etwa bei 50 mA. Wird diese Schwelle überschritten, verkrampfen die Muskeln so stark, dass die Person die stromführenden Teile ohne fremde Hilfe nicht mehr loslassen kann – ein besonders hohes Risiko für Schweißfachkräfte im Arbeitsalltag, wie Fronius weiß.

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