Kommt nicht in die Garage! Deutsche lehnen Kauf eines Tesla weitgehend ab

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Elon Musk und seine Marke Tesla haben in Deutschland offensichtlich einen schweren Stand, was vielleicht auch an seiner Nähe zu Donald Trump lag und liegt.

Da stehen sie in Reih`und Glied, weil man ihren Kauf vermied! Tesla-Elektrofahrzeuge verlieren zusehends die Gunst deutscher Käufer, wie eine Umfrage ergeben hat. Für Elon Musk wurde sein politischer Ausflug im letzten Jahr wohl zum Bumerang ...(Bild:  Tesla)
Da stehen sie in Reih`und Glied, weil man ihren Kauf vermied! Tesla-Elektrofahrzeuge verlieren zusehends die Gunst deutscher Käufer, wie eine Umfrage ergeben hat. Für Elon Musk wurde sein politischer Ausflug im letzten Jahr wohl zum Bumerang ...
(Bild: Tesla)

Für die US-Automarke Tesla gibt es in Deutschland ein immer geringer werdendes Interesse. Rund drei Viertel der Deutschen, die dazu befragt wurden (über 5.390), können sich nicht (mehr) vorstellen, ein Elektroauto von Tesla zu anzuschaffen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage vom vergangenen Sommer, die das Institut der deutschen Wirtschaft nun im Rahmen einer neuen Studie veröffentlicht hat. Für fast 60 Prozent kommt der Kauf demnach gar nicht infrage, für weitere gut 16 Prozent eher nicht. Dabei ist das Interesse an Elektroautos in der Bundesrepublik aber durchaus da. Rund 37 Prozent könnten sich nämlich vorstellen, das E-Modell eines deutschen Herstellers zu kaufen. Knapp jeder Vierte liebäugle mit dem Kauf eines Fahrzeugs eines chinesischen Anbieters (23 Prozent). Nur Tesla kommt lediglich auf 13 Prozent Liebhaber. Etwa 42 Prozent der Befragten lehnen es aber auch grundsätzlich ab, sich überhaupt ein Elektroauto nach derzeitigem Stand der Technik zu holen.

Die guten Zeiten für Tesla sind wohl vorbei

Tesla war doch aber in Deutschland lange Zeit außerordentlich erfolgreich. Und noch 2024 war das Model Y laut Kraftfahrt-Bundesamt das gefragteste E-Auto der Deutschen. Nur ein Jahr später landete es im Modellranking nur noch auf Platz zwölf. Studienautor Matthias Diermeier führt den Absturz der Marke unter anderem auf das politische Engagement von Firmenchef Elon Musk zurück. Musk unterstützte bekanntlich US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf, war anschließend kurzzeitig im Regierungsapparat aktiv und fiel durch rechtsgerichtete Empfehlungen auf. Das Institut hat seine Umfrage aber schon im Juni und Juli vergangenen Jahres durchgeführt – erst wenige Wochen nachdem Musk seine Aufgabe für die Trump-Regierung beendet hatte. In dieser Zeit hat Elon Musk aber die europäische Kundschaft bereits vergnatzt, denn die Zahl der Neuzulassungen brach im vergangenen Jahr um 48 Prozent (auf 19.390 Fahrzeuge) ein. Tesla rutschte damit auf Rang neun ab. Amüsant ist beim Umfrageergebnis die politische Ausrichtung der Befragten. Während die Grünen zu 66 Prozent ein Elektroauto kaufen würden – also auch eins von Tesla, gibt es keine Zuneigung auf Seiten der AFD-Sektion, von der nicht mal 20 Prozent einen Stromer haben wollen und – obwohl sich Musk vor der Bundestagswahl für diese Partei ausgesprochen hat – keine 15 Prozent einen Tesla. Man sieht folglich, wie sehr die Nation mit Blick auf die Klimapolitik und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft gespalten ist.

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