SPI

Software für die Blechbearbeitung als Individuallösung

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Ebenfalls für einen großen Maschinenbauer entwickelte SPI eine Software zur Erstellung von Rohr- und Profilkonstruktionen, die mit Laser-Rohrschneidanlagen gefertigt werden können. Auf Basis technologischen Hintergrundwissens analysiert diese Software die Schnittgeometrie und berechnet die Konturen. Komplexe Rohrkonstruktionen können aus einem Rohr geschnitten und mithilfe einer intelligenten Verbindungstechnik qualitativ hochwertig montiert werden. Zahlreiche Automatismen zur Verschneidung von Rohren und Profilen erleichtern die Konstruktion und das Programmieren. Mit einer integrierten Fertigungsvorschau werden dem Anwender Rohre und Profile einer Konstruktion so visualisiert, wie sie tatsächlich gefertigt werden. Hierbei werden Kennzeichnungen, offene Schnittkonturen, ebene Bearbeitung und andere fertigungsrelevante Technologien berücksichtigt. Sichtbarkeit und Transparenz der Fertigungsprofile und der Modellprofile lassen sich variieren. Auf diese Weise können die Abweichung der Fertigung gegenüber der Konstruktion systematisch geprüft und beurteilt werden.

Smart Factory via Online-Protal

Ganz im Sinne des Ansatzes von Industrie 4.0 lieferte die SPI als Hauptentwicklungspartner eine Anwendung, die es Kunden eines Onlineportals ermöglicht, für beliebige Teile, die mittels Lasern oder Kanten gefertigt werden, Fertigungsaufträge aufzugeben. Die zu fertigenden Teile können als 2D- oder 3D-CAD-Dateien vom Kunden bereitgestellt werden. Auf Basis des jeweiligen CAD-Modells wird dem Kunden ein verbindliches Angebot zur Fertigung unterbreitet, das nach erfolgter Beauftragung an das interne ERP-System zur Auftragsverarbeitung weitergereicht wird. Dies alles vollautomatisch – ohne manuelles Eingreifen – und an 365 Tagen 24 Stunden täglich. SPI lieferte hierzu den Abwickler sowie die Schnittstelle zwischen der CAD-Datenverarbeitung und dem Web-Portal, deren wichtige Aufgabe es ist, verfügbare Ressourcen zu verwalten und den Gesamtablauf zwischen Auftraggeber und Fertigung zu steuern. In einer ersten Ausbaustufe können einzelne Laser- und Kantteile bedient werden. Nach dem Hochladen einer DXF-Datei durch den Kunden wird programmseitig eine material- und blechdickenunabhängige, neutrale Datei erzeugt. Diese wird auf ihre Herstellbarkeit geprüft, Abmaße des Flachteils werden ermittelt.

Eine Vorschau weist eventuell kritische Bereiche aus. Im Falle von STEP-Dateien erfolgen ebenfalls diverse interne Prüfungen und schließlich die Erstellung einer statischen 3D-Isometrie und einer dynamischen, frei drehbaren VRML-Datei. Nach Ansicht der Vorschau kann der Kunde anschließend die Blechdicke oder das Material ändern und die Daten zurückgeben. Erneute interne Prüfungen auf Herstellbarkeit folgen. Anschließend erfolgt die Kalkulation des Auftrags, die von verschiedenen Parametern wie Materialbedarf, Durchlaufzeiten und Liefertermin bestimmt wird, wobei auch der Aspekt von Einsparpotentialen durch Schachtelung unterschiedlicher Aufträge berücksichtigt wird. Schließlich beauftragt der Kunde via Internet und seine Daten können an die Produktion gegeben werden. Die Logistik der Lieferung schließt sich an. Spätere Ausbaustufen dieser Lösung sehen die Verarbeitung von komplizierteren Stanzlaser- und Rohrlaserteilen vor. Das Handling von Baugruppen und eine Teilebibliothek werden in weiteren Ausbaustufen folgen.

2008 übernahm Jeanette Rouvel gemeinsam mit Dirk Vollmer die Geschäftsleitung der SPI GmbH, die ihr Vater 1980 mit begründet hatte. Sie erklärt: „Wir haben für alle großen CAD-Systeme Applikationen entwickelt, können PDM- und ERP-Systeme einbinden und wissen um die Anforderungen der Blechindustrie. SPI erstellt Software auf Basis modernster Methoden: Wir setzen Webservices ein und entwickeln modular. SPI Lösungen bleiben also offen für zukünftige Anforderungen. Dabei stehen unsere Consultants dem Kunden bereits ab der ersten Idee als Sparringspartner zu Seite - auf Augenhöhe.“

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