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Das laserunterstützte Gesenkbiegen ist nach Meinung der Experten ein entscheidender Meilenstein in der Biegetechnik. „Diese neue Umformtechnologie hat durchaus das Potenzial, das Spektrum heutiger Anwender stark zu erweitern“, erklärt Dipl.-Ing. Armin Rau, Geschäftsführer der Trumpf Maschinen Austria. Darüber hinaus könnte das laserunterstützte Gesenkbiegen auch die Konstruktion künftiger Gesenkbiegemaschinen maßgeblich beeinflussen.
Die Dehnung an der Außenseite eines Bauteils aus hochfestem Stahl, Aluminium, Titan oder Magnesium wird durch die Erwärmung des Bauteils auf zirka 150 bis 300 °C unterstützt. Bei zahlreichen Materialien hat sich gezeigt, dass dabei die Bruchdehnung um ein Vielfaches steigt. „Bei Versuchen in der Vergangenheit wurden Werkstücke im Ofen oder durch direkte Flammeneinwirkung erwärmt, was allerdings zeitintensiv war und leicht die Oberflächen beschädigte“, weiß Prof. Schuöcker zu berichten. „Zudem ist ein selektives Erwärmen der Biegelinie völlig ausreichend. Im Vergleich zu Plasma- oder Induktionsanwendungen kann der Laserstrahl dies auf einer sehr schmalen Spur leisten.“
Verfahrensablauf bei der Abkantpresse Tru-Bend 7018
Der Verfahrensablauf stellt sich auf einer standardmäßigen Abkantpresse Tru-Bend 7018 folgendermaßen dar: Nach dem Einlegen des Werkstückes beziehungsweise des zu kantenden Bleches wird eine kleine Kaltkantung vorgenommen, die das Werkstück versteift. Anschließend beginnt der im Unterwerkzeug verbaute Laser mit der lokalen und nur kurzzeitigen Erwärmung des Materials. Ein im Oberwerkzeug integriertes Thermoelement erfaßt die Wärmedaten und stellt fest, ob das vorgegebene Temperaturniveau erreicht ist. Die Temperatur lässt sich dabei für unterschiedliche Materialien und Materialdicken entsprechend einstellen. Dann wird der Biegevorgang und die Erwärmung fortgesetzt.
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