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Beanspruchbarkeit des Fügeverbundes
Über beide Substrate zeigt sich, dass das Versagen des Klebverbundes bei den im ZnAl-Dünnschichtverfahren hergestellten Überzügen bei deutlich höheren Bruchspannungen auftritt, was durch die wesentlich dünnere und homogenere Zinkschichtausbildung erklärbar ist. Die Aus- und Bewertung der Bruchbilder ergibt, dass die Verbundfestigkeit unter Zugscherbeanspruchung entweder von der Adhäsion zwischen Klebstoff und Zinkschicht oder von der Zinkschichtfestigkeit bestimmt wird. Makroskopisch kohäsives Versagen des Klebstoffs konnte an keiner Probe festgestellt werden.
In weiterführenden Versuchen wurde die Anwendbarkeit der gefundenen Ergebnisse an bauteilähnlichen Mustern untersucht. Hierbei zeigte sich ebenfalls eine prinzipiell gute Eignung der Klebung als Fügetechnologie. In Summe belegen die Ergebnisse des Forschungsvorhabens, dass die Kombination von Stückverzinkungsschichten mit der modernen Fügetechnologie des Klebens einen vielversprechenden Ansatz für die optimierte Fertigung von verzinkten Stahlstrukturen bietet. Durch angepasste Oberflächenvorbehandlungsverfahren kann das Potential von Klebungen auf stückverzinkten Oberflächen zukünftig noch weiter gesteigert werden.
Das Projekt „Kleben stückverzinkter Bauteile“ (IGF-Projekt Nr. 17491 N) der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) wurde über die AiF der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Der vollständige Bericht zum Forschungsvorhaben kann über die FOSTA bezogen werden. (qui)
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* Dr.-Ing. Thomas Pinger, Leiter F & E Zinq Technologie GmbH, Gelsenkirchen;
* Dipl.-Ing. Björn Abeln, wiss. Mitarbeiter Institut für Stahlbau RWTH Aachen
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