Rekordauftrag! Thyssenkrupp beliefert Siemens Energy mit Bluemint Steel für Trafos

Quelle: Thyssenkrupp 2 min Lesedauer

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Thyssenkrupp Electrical Steel hat von Siemens Energy den bisher größten Lieferauftrag für den Stahl Bluemint Powercore für rund 700 Transformatoren in Offshore-Windkraftanlagen erhalten.

Blick auf ein Coil aus dem Stahl Bluemint Powercore von Thyssenkrupp Electrical Steel. Dieser Stahl markiert einen großen Schritt zur Dekarbonisierung, heißt es. Denn Siemens will das Elektroband in seinen Transformatoren für Offshore-Windkraftwerke im großen Stil nutzen ...(Bild:  Thyssenkrupp Steel Europe)
Blick auf ein Coil aus dem Stahl Bluemint Powercore von Thyssenkrupp Electrical Steel. Dieser Stahl markiert einen großen Schritt zur Dekarbonisierung, heißt es. Denn Siemens will das Elektroband in seinen Transformatoren für Offshore-Windkraftwerke im großen Stil nutzen ...
(Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)

Die Stahlsorte Bluemint Powercore spart laut Thyssenkrupp Electrical Steel durch den Einsatz eines speziell aufbereiteten Schrottrecyclingproduktes im Hochofen in Duisburg viel CO2 ein. Dieser Prozesswechsel führt zu einer realen Reduzierung der Emissionen in Duisburg, weil weniger Kohle für den Reduktionsprozess im Hochofen benötigt wird. Im Rahmen eines Massenbilanzansatzes wird dabei nur die schrottbasierte Produktionsroute im Hochofen betrachtet. Der TÜV Süd hat diesen Ansatz nach dem Veristeel-Verfahren bestätigt und Bluemint Steel als Produkt mit reduzierter CO2-Intensität zertifiziert, wie man betont.

Deshalb ist Bluemint Powercore für Transformatoren gut

Das Projekt sei demnach für den Klimaschutz in Europa ein doppelter Gewinn. Denn in Zukunft wird noch mehr Ökostrom in Offshore-Windkraftanlagen erzeugt, während gleichzeitig der CO2-Fußabdruck bei der Herstellung von Transformatoren in den Siemens-Gamesa-Windkraftanlagen durch den Einsatz des kornorientierten Elektrobandes Bluemint Powercore reduziert wird. Die Kerne von Transformatoren in Offshore-Windturbinen bestehen dann aus diesem Elektroband. Dieser Spezialstahl ermöglicht es, dass Transformatoren mit einem hohen Wirkungsgrad arbeiten und elektrische Energie mit möglichst geringen Verlusten umwandeln können, wie es heißt. Je geringer nämlich die Ummagnetisierungsverluste des Elektrostahls sind, desto höher ist der Wirkungsgrad. Das sei von entscheidender Bedeutung, wenn es darum gehe, die steigende Stromnachfrage zu decken und mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Sie sorgen dafür, dass der Ökostrom effizient von Nieder- auf Mittelspannung umgewandelt und über Hochspannungsleitungen oder Erdkabel verlustarm in die lokalen Stromnetze eingespeist wird.

Großbritannien kommt als erstes Land in den Genuss ...

Siemens Energy wird die 700 Transformatoren aus Bluemint Powercore in seinem Werk in Weiz in Österreich herstellen. Sie werden später in den Offshore-Windkraftwerken von Siemens Gamesa in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zum Einsatz kommen. Das erste Projekt, das mit diesen CO2-reduzierten Transformatoren ausgestattet wird, ist der Offshore-Windpark Moray West von Ocean Winds in Großbritannien. Ocean Winds entwickelt, finanziert, baut und betreibt Offshore-Windparks auf der ganzen Welt. Mit diesem Projekt reduziert Ocean Winds nicht nur die Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung, sondern auch die CO2-Emissionen der Anlagen selbst.

Ein ausgewiesener Meilenstein für die Dekarbonisierung

Das Projekt zwischen Thyssenkrupp und Siemens gilt als ein Meilenstein der Zusammenarbeit, um zukünftig die Energiewende mit klimafreundlichen Spitzenprodukten in Europa voranzutreiben. Thyssenkrupp Electrical Steel hat sich dabei als wichtiger Technologiepartner für CO2-reduziertes, kornorientiertes Elektroband etabliert. Das Unternehmen liefert bereits heute auf Basis alternativer Einsatzstoffe im Herstellungsprozess ein bis zu 50 Prozent CO2-reduziertes Stahlprodukt. Mit diesem Ansatz kann der Stahlkonzern bereits heute klimaschonende Produkte anbieten. Das Ziel sei es jedoch, im Rahmen des Transformationsprojekts TKH2Steel den gesamten Produktionsprozess klimaneutral werden zu lassen. Dazu baut Thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg bekanntlich eine Direktreduktionsanlage, die ab 2027 durch den Einsatz von Wasserstoff und erneuerbarem Strom auch weltweit CO2-Emissionen einsparen wird.

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