Auftakt für Sparkurs Thyssenkrupp Steel kann mit harten Sparmaßnahmen beginnen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp Steel hat sich wegen des geplanten Sanierungsprogramms mit der Gewerkschaft IG Metall jetzt geeinigt.

Der Weg für die harten Sparmaßnahmen beim strauchelnden Stahlriesen Thyssenkrupp Steel ist jetzt frei, wie Unternehmen und Gerkschaft jetzt informieren. Folgendes wird nun kommen ...(Bild:  Thyssenkrupp)
Der Weg für die harten Sparmaßnahmen beim strauchelnden Stahlriesen Thyssenkrupp Steel ist jetzt frei, wie Unternehmen und Gerkschaft jetzt informieren. Folgendes wird nun kommen ...
(Bild: Thyssenkrupp)

Thyssenkrupp Steel und die IG Metall gaben nun aus Duisburg bekannt, dass sie sich auf letzte Details zum Interessenausgleich, zum Sozialplan und zu weiteren betriebliche Vereinbarungen geeinigt haben. Dabei sei es unter anderem um die Höhe der Abfindungen und um die Altersteilzeit gegangen. Außerdem sei die notwendige Finanzierung sichergestellt. Die genauen Konditionen bleiben aber geheim. Der Sanierungstarifvertrag läuft demnach bis September 2030. Nun ist der Weg also frei für die operative Umsetzung des Sparplans. Dieser ist auch nötig, denn Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE), wie die Tochterfirma des Industriekonzerns Thyssenkrupp genau heißt, leidet unter Überkapazitäten und an den niedrigen Preisen am Weltmarkt, weil asiatische Billigkonkurrenz die deutsche Traditionsfirma unter Druck bringt. Die Produktionskapazitäten sollen deshalb von 11,5 Millionen Tonnen pro Jahr auf 8,7 bis neun Millionen reduziert werden. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, möchte man sich leider auch von insgesamt 11.000 Mitarbeitern respektive Stellen trennen und dabei auf 16.000 Beschäftigte zu kommen. Der Ausgangspunkt für den Gesundschrumpf war der September 2024, bei dem es rund 27.000 Stellen waren. Inzwischen liege man durch einen Einstellungsstopp bereits bei unter 26.000.

Thyssenkrupp Steel setzt den Rotstift an:

Der Stellenabbau soll über Einschnitte am eigenen Personal (etwa ein Minus von 5.000 Jobs), Ausgliederungen von Konzernbereichen (4.000) und die Trennung von Jobs erfolgen, die etwa bei HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) angesiedelt sind. An HKM hält Thyssenkrupp Steel 50 Prozent. Die beiden anderen Gesellschafter sind der Stahlkonzern Salzgitter und der Rohrhersteller Vallourec. Thyssenkrupp Steel werde den bereits gekündigten Liefervertrag mit HKM zum Jahresende 2032 auslaufen lassen. Ein TKSE-Sprecher lässt wissen, dass man sich derzeit in Gesprächen mit Salzgitter und Vallourec über die nächsten Schritte für HKM befindet. Man arbeite demnach an einer einvernehmlichen Lösung, um schnellstmöglich Klarheit für die Beschäftigten zu erreichen. Die Thyssenkrupp-Steel-Chefin Marie Jaronie kommentierte: „Unser Ziel ist ganz klar! Wir wollen langfristig eine Spitzenposition im europäischen Wettbewerb einnehmen.“ Dafür seien nun die richtigen Weichen gestellt worden. Die Vereinbarungen würden den Beschäftigten und dem Unternehmen nicht zuletzt Sicherheit für die notwendige Transformation geben, auch wenn es die schmerzlichen Stellenstreichungen geben müsse, was auch die IG Metall bestätigt habe.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung