Sie kommen doch! Trump macht 25 Prozent Zoll auf Stahl und Aluminium wahr

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Donald Trump hat seine Zoll-Drohung auf Stahl- und Aluminiumimporte in die Tat umgesetzt. Thyssenkrupp sieht das aber gelassen.

US-Präsident hält an seinen Zollplänen mit Blick auf Stahl und Aluminium fest, denn nun hat er alles eingeleitet, dass die 25 Prozent bald für alle Staaten gelten. Weitere Zölle sind nicht ausgeschlossen. Thysssenkrupp macht sich darüber aber weniger Sorgen ...(Bild:  AP)
US-Präsident hält an seinen Zollplänen mit Blick auf Stahl und Aluminium fest, denn nun hat er alles eingeleitet, dass die 25 Prozent bald für alle Staaten gelten. Weitere Zölle sind nicht ausgeschlossen. Thysssenkrupp macht sich darüber aber weniger Sorgen ...
(Bild: AP)

Der US-Präsident unterzeichnete zwei Anordnungen im Weißen Haus, um die Zölle einzuleiten. Er betonte, dass diese Zölle ausnahmslos für Einfuhren aus allen Staaten gelten. In den beiden Proklamationen, die die US-Regierungszentrale später veröffentlichte, sei aufgelistet, dass diverse Ausnahmeregeln für verschiedene Länder ab 12. März nicht mehr gelten sollen. Stattdessen soll dann ein einheitlicher Zollsatz in Höhe der besagten 25 Prozent greifen. Obwohl viele Experten diesen Schritt für kontraproduktiv halten, bezeichnet Trump Zölle regelmäßig als eine Art wirtschaftspolitisches Wundermittel. Er stellte direkt weitere Zoll-Ankündigungen in Aussicht – etwa mit Blick auf Autos, Computerchips und Pharmazeutika. Trump wörtlich: „Das wird großartig für unser Land!“ Details nannte er dazu aber nicht. Zölle würden die deutsche exportorientierte Wirtschaft treffen, merkte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums dazu an. Auf Nachfrage, ob mögliche Gegenmaßnahmen auch diesmal wieder US-Produkte wie Motorräder oder Whiskey treffen könnten, sagte der Sprecher, es gebe keinen Automatismus aufgrund der Erfahrung der ersten Trump-Ära.

Deutschlands größter Stahlhersteller ist entspannt

Nach der Ankündigung sieht der Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssenkrupp aber keine großen Auswirkungen für sich. Die angekündigten Zölle auf Importe in die USA würden nach jetzigem Kenntnisstand nur einen sehr begrenzten Einfluss auf die Geschäfte von Thyssenkrupp haben. Das gelte insbesondere auf die angekündigten Zölle auf Stahl. Denn der Hauptmarkt für den Stahl von Thyssenkrupp ist Europa. Der Export an Stahlprodukten in die USA ist demnach vernachlässigbar und betrifft vor allem hochwertige Produkte mit guter Marktposition. Der Großteil des Umsatzes von Thyssenkrupp in den USA komme aus dem Handelsgeschäft und der Automobilzuliefersparte. Grundsätzlich sei man in diesen Geschäften in den USA gut aufgestellt, was sich durch den beträchtlichen Anteil an lokaler Fertigung für den lokalen Markt erkläre. Dieser Fokus auf lokale Produktion minimiere das Risiko in Bezug auf mögliche Zollrisiken und ähnliche regulatorische Änderungen. Thyssenkrupp betonte, dass eine belastbare Abschätzung der Auswirkungen auf die unterschiedlichen Industriezweige ohnehin erst getroffen werden könne, wenn die konkreten Zölle in Kraft getreten und auch mögliche Gegenmaßnahmen der EU bekannt seien.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung