Stanzen in Deutschland

Tschüss, China!

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Für die Scharniere ist kürzlich in der Stanzerei ordentlich investiert worden. Eine neue 320-t-Servopresse von Ebu Umformtechnik erhöht die Effizienz beim Stanzen von Großserienteilen: Die Ausbringung bestehender Produkte konnte um 15 % gesteigert werden. „Die Neuanschaffung war nötig. Wir sind vorher öfters an unsere Auslastungsgrenze gestoßen“, berichtet Beulke. Die Besonderheit der Anlage ist, dass zwei Coils gleichzeitig abgewickelt und bearbeitet werden können. Mit 400.000 Stück pro Monat ist der Holzverbinder aktuell der Rennerartikel auf der Presse. Ab September wird der Stanzautomat dann außerdem für die Fertigung der Scharnierteile eingesetzt. Die Erweiterung der Eigenproduktion bedeutet nicht nur Investition in den Maschinenpark, es wird außerdem die Belegschaft erweitert werden. „Wir wachsen“, freut sich Beulke.

Neben der Eigenproduktion auch Dienstleistungsportfolio

Die neue Servopresse erweitert auch das Leistungsportfolio, das GAH Alberts anderen Unternehmen in seinem Geschäftsbereich „Industriefertigung“ anbietet. Seit 2009 sind die Herscheider auch als Dienstleister tätig. Zum Beispiel werden für Elektrorollstühle ganze Baugruppen kundenspezifisch gefertigt. GAH Alberts bietet hier eine lange Prozesskette an: Von der Werkzeugkonstruktion in enger Abstimmung mit den Kunden bis zur Umsetzung im eigenen Werkzeugbau.

Beispielsweise werden Bauteile für Leichtbau-Industriehallen sowie Lagersysteme für Industrieausrüster geschweißt. Im Bereich Nutzfahrzeuge werden Ladungssicherungssysteme und Aufbauteile für LKW gelasert. Bauteile für Elektrofahrzeuge sowie Rohre für die Anwendung im Ladenbau werden verschweißt und auf verschiedene Weise mit der gewünschten Oberfläche versehen. „Gerade auch unsere Pulverbeschichtungsanlage ist prädestiniert für externe Aufgaben. Sie liefert nämlich eine Qualität, die weit über das hinaus geht, was wir für unsere eigenen Produkte benötigen“, sagt Beulke. So beschichten die Herscheider zum Beispiel Fahrzeugteile für den Innen-Sichtbereich von namhaften Autos des Premiumsegments.

Für Beulke steht nach der Entscheidung für den Standort Deutschland und der damit verbundenen Neuanschauffung der Stanzanlage bereits das nächste Projekt an: „Wir wollen für unsere eigen produzierten Treppenkantenschutzprofile den Prozess automatisieren. Es soll kein Mitarbeiter mehr die Abkantpresse händisch bedienen müssen.“ Denn wie er zuvor bereits sagte: „Eine Eigenproduktion mit unserem Wissen und unserer Automatisierung ist wirtschaflticher als eine Produktion in China.“

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