Er hat`s getan! Verdoppelte Zölle auf Stahl und Aluminium sind da!

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verdopplung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium ist in Kraft getreten.

Donald Trump hat den bisherigen Zolltarif für Stahl und Aluminium tatsächlich auf 50 Prozent verdoppelt. Dass das der deutschen Wirtschaft nicht bekommen wird, darf man annehmen. Nun bleibt abzuwarten, ob weitere Verhandlungen etwas bringen ...(Bild:  Travelguide)
Donald Trump hat den bisherigen Zolltarif für Stahl und Aluminium tatsächlich auf 50 Prozent verdoppelt. Dass das der deutschen Wirtschaft nicht bekommen wird, darf man annehmen. Nun bleibt abzuwarten, ob weitere Verhandlungen etwas bringen ...
(Bild: Travelguide)

Seit Mitternacht gilt für Importe von Stahl und Aluminium in die USA der von der deutschen Industrie mit Bangen erwartete Satz von 50 Prozent (zuvor waren es 25 Prozent). Trump will damit Handelsungleichgewichte korrigieren und die heimische Industrie stärken. Ausgenommen sind Stahl- und Aluminiumimporte aus Großbritannien, für die laut dem Weißen Haus weiter ein Satz von 25 Prozent gilt. Diese Entscheidung basiert auf einem Handelspakt, den die USA mit den Briten geschlossen haben. Leider waren die USA der weltweit größten Stahlimporteur. Unter den Top-10 der Länder die dorthin exportierten ist – oder war – auch Deutschland. Die Erhöhung der Zölle werden nach Ansicht von Experten Importe erschweren und zu höheren Preisen führen. Ökonomen erwarten außerdem negative Auswirkungen für Verbraucher, was diese etwa beim Kauf von Autos, Küchengeräten oder Konserven zu spüren bekommen dürften. Aluminium kaufen die USA vor allem aus Kanada und Asien sowie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Alle Länder, die jetzt Probleme haben werden, ihre Produkte loszuwerden, werden vermutlich stärker auf den europäischen Markt drängen, was die deutschen Wirtschaft auch im Aluminiumbereich unter Druck setzen wird, wie viele glauben.

Die EU zeigt noch keine Reaktionen

Unklar ist noch, wie die EU reagieren wird. Die EU-Kommission hatte Trumps Ankündigung am Wochenende zwar scharf kritisiert und eine Reaktion noch vor dem Sommer angedroht. Als Affront werde Trumps Vorgehen vor allem wegen der zuletzt intensivierten Verhandlungen um eine Beilegung des Handelsstreits angesehen. Nach jüngsten Angaben aus der EU-Kommission liefen die Gespräche allerdings zu Beginn der Woche weiter und wurden als sehr konstruktiv beschrieben. Heute ist auch ein weiteres Treffen zwischen EU-Handelskommissar Maros Sevcovic und dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer in Paris geplant. Doch sollte Trump bei seiner Entscheidung bleiben, könnte die EU kurzfristig Gegenzölle verhängen. Die Mitgliedstaaten hatten bereits im April den Weg dafür freigemacht. Zusätzliche Abgaben könnten unter anderem US-Produkte wie Jeans, Motorräder, Rindfleisch oder Zitrusfrüchte treffen. Auch Maßnahmen auf Industrie- und Agrargüter wie Autos, Süßkartoffeln und Whiskey werden in Betracht gezogen, wie zu erfahren war.

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