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Mit eigenen Softwareexperten hat Schröder Maschinenbau hier über Jahre eine sehr leistungsstarke und in der Praxis bestens bewährte Steuerung entwickelt. Biegeprogramme können an der Maschine selbst, auf externen Rechnern oder durch Übernahme aus CAD/CAM-Programmen der Kunden erstellt werden.
Software kann Fehler der Biegemaschine im Vorfeld vermeiden
Ein deutlicher Vorteil der Software ist die moderne und anschauliche 3D-Visualisierung von Werkstück und Biegemaschine. Mit der exakten Echtzeit-Simulation der programmierten Arbeitsprozesse und durch Plausibilitätskontrollen für die Kollisionsvermeidung werden Bearbeitungsfehler und Maschinenschäden wirksam vermieden.
Doch die Verantwortlichen bei Cool It wollten noch mehr: „Um die Möglichkeiten in der Produktion von Türen auch bei den für uns typischen, sehr kleinen Fertigungslosen voll ausnutzen zu können, haben wir gemeinsam mit Schröder den Werkzeugwechsler weiter optimiert. Durch diese ungewöhnlich enge und vertrauensvolle Kooperation mit Schröder als Maschinenlieferanten konnten wir die Spezifikationen des Blechbiege-Arbeitsplatzes perfekt an unsere Bedürfnisse anpassen“, erinnert sich Frank Maiwald.
Modifizierte Schwenkbiegemaschine mit automatischem High-Speed-Werkzeugwechsler
Am Jahresende 2008 installierte Hersteller Schröder dann die modifizierte Servopower-Bend-Schwenkbiegemaschine bei Cool It – ausgestattet mit einem vollautomatischen High-Speed-Werkzeugwechsler für die Oberwangenwerkzeuge der Schwenkbiegemaschine. Mit den zwei asynchron verfahrenden Wechselportalen mit jeweils zwei Greifeinheiten können bis zu vier Werkzeuge aus dem Wechslermagazin entnommen werden. Die Portale werden von verschleißfreien, hochgenauen Linearmotoren angetrieben und garantieren mit einer Geschwindigkeit von 7 m/s schnellste Werkzeugwechsel.
Die Ergebnisse sprechen laut Frank Maiwald für sich: „Wegen des Werkzeugwechslers können wir jetzt das gesamte Portfolio ohne zusätzliche Rüst- und Nebenzeiten abdecken. Das macht unsere Fertigung mittelfristig noch flexibler, weil wir nicht mehr auf Rüstungen oder Losgrößen optimiert planen müssen. Gleichzeitig sparen wir die Zeit für manuelle Wechsel, verkürzen die Durchlaufzeiten und steigern damit die Prozesssicherheit.“
Steuerung der Biegemaschine mit Schnittstelle zum ERP-System
Eine weitere Anpassung erfolgte auf Ebene der Steuerungssoftware. Hier wurde von den Schröder-Softwareingenieuren eine direkte Schnittstelle zum ERP-System von Cool It geschaffen. Der Effekt: Die individuellen Aufträge und die Auftragsreihenfolge werden jetzt papierlos per Software an die Schwenkbiegemaschine übertragen, die Blechbearbeitung wird bereits in der Arbeitsvorbereitung perfekt mit allen vor- und nachfolgenden Bearbeitungsschritten synchronisiert.
In der POS-3000-Steuerung werden dann die zugehörigen Biegeprogramme aufgerufen und von der Biegemaschine abgearbeitet – manuelle Eingriffe sind für die Produktionssteuerung nicht mehr erforderlich. Durch den Wegfall der Rüst- und Einrichtezeiten und die zentral synchronisierte Fertigung werden die Durchlaufzeiten weiter verkürzt, Bedienfehler werden minimiert und die Gesamtproduktivität in der Türenfertigung steigt.
Derzeit werden Anlage und Produktionsprozesse weiter optimiert. Veränderte Arbeits- und Planungsprozesse sollen die positiven Effekte auf die Produktivität weitsteigern. „Mindestens ebenso wichtig für uns ist aber die mit der Automatisierung verbundene Verbesserung von Reproduzierbarkeit und Qualität. Unsere Kunden und die installierenden Firmen werden direkt beim Einbau unserer Türen und Tore profitieren“, resümiert der Cool It-Manager.
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