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Die Schallschutzkabinen sind sehr individuell aufgebaut. Die Länge, Breite und Höhe wechselt mit jeder Kabinenausführung. Mal wird eine Absaugung benötigt, mal eine Servicetüre oder ein Sichtfenster zur Prozesskontrolle. Markus Augstburger bestätigt: "Meist ist jedes der etwa 400 Einzelteile einer Kabine ein Unikat."
Vom Aufrufen der Step-Datei an der Maschine über die vollautomatische Programmierung des Biegeteils bis zum Start des Biegeprogramms dauert es nur 20 Sekunden. Nach dem Programmstart setzt der Werkzeugwechsler die Oberwangenwerkzeuge automatisch auf ihre Position. Maschinenbediener Fabian Arn erzählt: "Das Rüsten am Up-Down-Center ist in 30 bis 40 Sekunden erledigt. Diese Zeit nutze ich, um die Platine auf die Maschine zu legen, sie an den Anschlagköpfen auszurichten, und mich bereits auf das nachfolgende zu kantende Teil vorzubereiten." Sobald die Platine bereit liegt übernehmen die Sauger des Positioniersystems die Platine und schieben sie automatisch für jede Biegung auf die Biegelinie.
Die Up-Down-Biegewange kann sowohl nach oben als auch nach unten biegen. Dadurch ist ein Wenden der Platine bei einem Biege-Richtungswechsel gänzlich überflüssig. Beim Up-Down-Center bleibt die Platine immer auf dem Tisch liegen. "So etwas ist der Traum für jeden Bediener. Früher plagten mich häufig Rückenschmerzen, doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei", bestätigt Fabian Arn. Selbst Biegeteile von 3000 x 1500 mm aus 2 mm Edelstahl, die über 70 kg wiegen, werden auf dem Up-Down-Center von einer Person abgearbeitet. Denn ob an einer Maschine ein oder zwei Mitarbeiter arbeiten, ist ein entscheidender Kostenfaktor. Bei kleinen Unternehmen, wie der von Arb SAS AG, mit lediglich sechs spezialisierten Mitarbeitern in der Produktion, kommt erschwerend hinzu, dass für Hilfsarbeiten oft der nötige Manpower fehlt.
Eingepflegte Materialtabellen sorgen für hohe Passgenauigkeit
Ein entscheidender Punkt ist auch die Erwartungshaltung an die Genauigkeit, mit der das Up-Down-Center die Biegeteile herstellt. Roman von Arb bestätigt: "Die Maßhaltigkeit und Winkeltreue des Up-Down-Centers sind einfach beeindruckend." Mit den eingepflegten Materialtabellen erzielen die Solothurner die benötigte hohe Passgenauigkeit, sodass die Bauteile in der Montage nur zusammengesteckt und an den vorgesehenen Stellen vernietet oder verschraubt werden können. Aufbohren von Löchern, aufwändiges Schweißen und Verschleifen ist somit weitgehend aus der modernen Produktionsstrategie der von Arb SAS AG verschwunden.
Programmier- und Rüstgeschwindigkeit sowie höchste Präzision begeistern Roman von Arb auch heute noch tagtäglich. Daher urteilt der Firmeninhaber: Bei kleinen Fertigungslosen, wechselnden Biegerichtungen, großen Formaten und hohen Teilegewichten ist das Up-Down-Center unschlagbar.“
RAS auf der Euroblech 2016: Halle 11, Stand B154
Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.
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