Stanzwerkzeugbau Werkzeug- und Formenbau – die unterschätzte Branche

Ein Gastbeitrag von Julia Grimm 3 min Lesedauer

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Der Werkzeug- und Formenbau bildet das oft übersehene, aber unverzichtbare Fundament der industriellen Serienproduktion und ist damit ein sensibler Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklungen.

Meusburger kann sich auch im rauen Umfeld weiter behaupten und seine Kunden optimal unterstützen.(Bild:  Meusburger)
Meusburger kann sich auch im rauen Umfeld weiter behaupten und seine Kunden optimal unterstützen.
(Bild: Meusburger)

Während politische Diskussionen von Themen wie Klimaschutz und Regulierung dominiert werden, gerät dieser essenzielle Sektor zunehmend aus dem Blickfeld. Meusburger nutzt seinen eigens entwickelten Marktbarometer-Index, um frühzeitig Markttrends zu erkennen und sich kontinuierlich auf die Herausforderungen dieser Schlüsselindustrie vorzubereiten.

Eine verkannte Problematik

Der Werkzeug- und Formenbau wird in politischen Debatten vernachlässigt, obwohl er die Basis der Serienproduktion bildet und damit ein Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklungen ist. Die Dimension dieser Problematik wird vollkommen verkannt. Um den Ernst der Lage mit einer Metapher zu illustrieren: Werden in Europa weniger Werkzeuge gebaut, ist das so, als würde ein Bauer im Frühling nichts aussäen – die Ernte bleibt aus. Ordern Industrieunternehmen weniger Spritzgieß- oder Stanzwerkzeuge, produzieren sie weniger; das eine hängt unweigerlich mit dem anderen zusammen.

Diese Entwicklung ist besonders kritisch, da Europa strukturell auf Importe angewiesen ist. Zudem spielen exportstarke Industrien wie die Automobil- und Maschinenbaubranche, deren langfristige Zukunft maßgeblich von einem leistungsfähigen heimischen Werkzeugbau abhängt, eine zentrale Rolle. Diese Branchen stehen jedoch unter immensem Druck durch steigende Kosten, die wachsende Konkurrenz aus Asien und zunehmende regulatorische Auflagen, was bereits zu Produktionsrückgängen und unsicheren Auftragslagen führt.

Europa muss seine Industrie gezielt stärken, statt Innovationsmotoren durch Bürokratie abzuwürgen. Wirtschaftliche Notwendigkeiten gehören wieder in den Vordergrund – klare Prioritäten statt endloser Grundsatzdebatten. Die Rahmenbedingungen sollten so gestaltet werden, dass Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmergeist wachsen können, anstatt allein auf Subventionen zu vertrauen. Nur mit einem mutigen industriepolitischen Kurs und der Rückbesinnung auf die eigenen Stärken kann Europa verhindern, weiter an Boden zu verlieren.

Gemeinsam stark für die Branche

Durch die Position am Anfang der Lieferkette erkennen Normalienhersteller schon frühzeitig Indikationen für zukünftige Marktbewegungen. Schon lange bevor das fertige Kunststoffteil den Endkunden erreicht, spüren sie also die Entwicklungstendenzen am Markt. Als Unternehmen, dem die Zukunft dieser wichtigen Branche sehr am Herzen liegt, entwickelte Meusburger in Zusammenarbeit mit der WBA Werkzeugbau Akademie den Marktbarometer-Index. Mit diesem Tool können kontinuierlich aktuelle Trends, Entwicklungen und Herausforderungen des Werkzeug- und Formenbaus in Europa übersichtlich abgebildet werden.

Die jüngste Umfrage im Herbst 2024 zeichnet ein insgesamt pessimistisches Bild für den Werkzeug- und Formenbau und diese Ergebnisse sind beunruhigend. In allen Bereichen wird die aktuelle Auslastung überwiegend als „zu gering“ bis lediglich „ausreichend“ eingestuft. Besonders alarmierend ist die Situation in der Stanzerei, wo 44 Prozent der Unternehmen von „einer unzureichenden Auslastung“ berichten. Auch im Werkzeug- und Formenbau selbst geben jeweils rund 40 Prozent der Befragten an, dass ihre Auslastung „zu niedrig“ ist. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit dringenden Handelns sowie die Bedeutung des Zusammenhalts innerhalb der Branche und bestätigen die Sorge um die Zukunft der Schlüsselindustrie.

„Wir investieren seit Jahren stark in wichtige Digitalisierungsprojekte, damit wir unseren Kunden einen klaren Vorsprung sichern können“, sagt Guntram Meusburger. Dabei spielt das neue Portal eine zentrale Rolle. Seit dem Launch des modernen Webshops wird dieser durch regelmäßige Updates um viele neue Funktionen erweitert. Diese verbessern die Benutzererfahrung und bieten den Kunden noch mehr Möglichkeiten. Das Meusburger Portal steht den Nutzern rund um die Uhr in bis zu 20 Sprachen zur Verfügung. Von detaillierten Einblicken in Aufträge bis zu zeitsparenden Konstruktionsmöglichkeiten unterstützt das Portal entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ermöglicht den Kunden, schnell und effizient ihre Ziele zu erreichen. Bei Bedarf steht zudem eine kompetente und persönliche Beratung zur Verfügung.

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Neben dem Meusburger-Portal gibt es zahlreiche weitere Optimierungen, wie die Bündelung von Produktionsstandorten und gezielte Investitionen in die Digitalisierung sowie die Nutzung von KI-Tools. So kann das Unternehmen sich auch im rauen Umfeld weiter behaupten und seine Kunden optimal unterstützen. Meusburger ist überzeugt, dass das Unternehmen durch die Kombination aus einem perfekt aufeinander abgestimmten Produktportfolio, exzellentem Service und innovativen digitalen Lösungen auch zukünftig zu den

stabilsten der Branche gehören wird. Kunden können dadurch auch in einer unsicheren Marktsituation auf Sicherheit und Beständigkeit des Lieferanten vertrauen.

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