Jenaer Lasertagung

Wie der Laser seine Anwender zu Höchstleistungen treibt

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Doch bei Laservorm habe man Antworten. So wurden einige der vorgestellten Bausteine im Unternehmen in einem System verwendet, das seit etwa einem Jahr im Testbetrieb sicher und zuverlässig läuft. Und der Anlagenbauer blickt auch in die Zukunft. So sei der bionische Strukturleichtbau auch in seinem Unternehmen ein aktuelles Thema. „Gerade die Natur liefert uns viele Beispiele dafür, wie ein Optimum aus Masseeinsatz und Steifigkeit realisiert werden kann“, so Kimme.

Glas-Metall-Verbindungen mit dem Laser fügen

Das Jenaer ifw, das sich als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung auf die Lösung von Aufgaben der angewandten Forschung konzentriert, verdeutlichte zum Beispiel, wie der Laserstrahl als Werkzeug für das Fügen von Glas-Metall-Verbindungen genutzt werden kann. Diese kommen in einer Vielzahl von Verbindungen zum Einsatz, so unter anderem im Chemieanlagenbau, in der Medizintechnik oder im Lampenbau.

In den meisten Fällen werden sie durch Kleben, Löten oder Ultraschallschweißen realisiert. Doch bei anspruchsvollen Anwendungen wie im Solarbereich können die funktionellen Anforderungen durch diese Verbindungen oft nicht ausreichend gesichert werden. Gerade mit Blick auf Vakuumdichtheit, Langzeitbeständigkeit, thermische Belastbarkeit oder die mechanische Festigkeit kann der Laser hier eine gute Alternative sein. „Es konnte der Nachweis erbracht werden, dass eine angepasste Glas-Metall-Verbindung mithilfe der Laserstrahlung realisierbar ist“, fasst Dr.-Ing. Sabine Sändig, Geschäftsführerin des ifw, die Ergebnisse des vorgestellten Forschungsprojektes zusammen.

Laserbasiertes Fügen von Kunststoff-Metall-Hybridverbunden

Auch das laserbasierte thermische Fügen von Metallen und Kunststoffen stand auf der Agenda. Klaus Schricker von der Technischen Universität Ilmenau erläuterte dazu den Stand der Forschung und stellte wesentliche Untersuchungen dar mit dem Schwerpunkt auf Prozessmodellierung mittels numerischer Simulation, auf die Prozesstoleranzen und auf das mechanisch-technologische Eigenschaftsprofil der Verbindung. Gerade mit Blick auf die Erschließung von Leichtbaupotenzialen ergibt sich insbesondere für die Kunststoff-Metall-Hybridverbunde ein breites Einsatzspektrum, so beispielsweise in der Automobilindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau oder im Energiesektor.

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