Automobilzulieferer Wiederholt in nur drei Monaten saniert

Redakteur: Stéphane Itasse

Eine Investorengruppe um das ehemalige Management übernimmt die Vermögenswerte der insolventen Wiederholt GmbH aus Holzwickede bei Dortmund. Damit schließt der Spezialist für hochpräzise Stahlrohre laut eigener Mitteilung nur drei Monate nach dem Insolvenzantrag die Sanierung ab; der Neustart des Unternehmens ist mit der Übertragung perfekt.

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Insolvenzverwalter Dr. Frank Kebekus kann durch die Übernahme mehr als 500 Arbeitsplätze des Automobilzulieferers erhalten. Hinter dem Investor stehen der ehemalige Geschäftsführer von Wiederholt, Louis MacDonald, sowie der bisher verantwortliche Controller, Martin Kraemer, heißt es in der Mitteilung. „Die neuen Eigentümer haben sich im geordneten Bieterverfahren mit einem überzeugenden Gesamtkonzept gegen die Mitbewerber durchgesetzt“, sagt Kebekus.

Neue Wiederholt-Eigner überzeugen Gläubigerausschuss

Das habe auch der Gläubigerausschuss so gesehen und dem Verkauf zugestimmt. Insbesondere habe auch ein nachhaltiges Konzept in Bezug auf die übernommenen Mitarbeiter und der Erhalt einer möglichst großen Zahl von Arbeitsplätzen für die Zukunft überzeugt. Über den Kaufpreis hätten die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

„Der gute Ruf des Erwerbers bei Kunden, Lieferanten und Banken war mit ausschlaggebend für den Zuschlag“, sagt der Insolvenzverwalter. „Er kennt das Unternehmen und die Branche gut und hat nun mit der neuen Gesellschafterstruktur eine gesunde Basis, um Wiederholt nachhaltig nach vorne zu bringen“. Der neue Eigentümer sagt: „Wir sehen in Wiederholt ein Unternehmen mit Zukunft, großem Potenzial und guten Chancen im Automobilzulieferermarkt.“

Sanierungsplan für Wiederholt steht

Gemeinsam mit der Geschäftsführung habe Dr. Kebekus bereits kurz nach Insolvenzantragstellung Ende März den Geschäftsbetrieb stabilisiert und die Produktion fortgesetzt (wir berichteten). Jetzt hätten Insolvenzverwaltung und Geschäftsführung einen Sanierungsplan erarbeitet. So werde die bereits vor Insolvenzantrag beschlossene Schließung des Standorts in Unna-Massen bis zum 30. Juni 2010 erfolgen.

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