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Welches Potenzial bietet die Hydro-Umformung heute; bleibt dies auf die Rohrumformung beschränkt?
Liewald: Sicher sprechen Sie Verfahren wie das hydromechanische Tiefziehen oder das Hydraulische Tiefen von Blechen an. Der Einsatz des hydromechanischen Tiefziehens von großflächigen Pkw-Karosserieteilen für Nischenfahrzeuge wird vor diesem Hintergrund bis heute diskutiert und für jeden Anwendungsfall individuell entschieden. Neue Märkte erschließen sich aber beispielsweise durch die Elektromobilität. Das hydraulische Tiefen von metallischen Bipolarplatten für Brennstoffzellen ist in diesem Zusammenhang zu nennen.
Wen erwarten Sie zu diesen beiden Veranstaltungen im Mai?
Liewald: Erstmalig veranstalten wir aufgrund der knappen Zeitplanung vieler Konferenzbesucher am 22. Mai 2012 beide Konferenzen parallel. Das Konzept wurde derart gewählt, dass wir eine gemeinsame Einführung in die beiden Konferenzen hören und zunächst drei gemeinsame Eröffnungsvorträge mit strategischen Vortragsinhalten hören werden. Danach trennen sich die Konferenzteilnehmer, wobei die Hydro-Konferenz dann in separaten Räumlichkeiten stattfindet.
Die Konferenzreihe selbst gibt es ja schon seit mehr als 30 Jahren, so dass wir einen sehr hohen Anteil Konferenzbesucher zählen dürfen, die bereits mehrfach bei uns teilgenommen haben. Üblicherweise besuchen uns Praktiker aus den Planungs- und Produktionsbereichen produzierender Unternehmen, Konstrukteure von Betriebsmitteln und Produktionsanlagen sowie mit circa 15 bis 20% auch Forscher und Entwickler, die sich des Netzwerks der Konferenz bedienen. Natürlich sind auch stets Vertreter von Verbänden, Verlagen und anderer Gremien anwesend.
Treten Sie als Forschungsinstitut auch gemeinsam mit Industriepartnern auf und wer sind die Referenten?
Liewald: Auf die Frage nach den Referenten kann ich Ihnen antworten, dass wir diese im Wesentlichen im Zusammenhang mit gemeinsamen Projekten, Entwicklungsinitiativen oder aus der Verbundenheit der Referenten zum Institut gewinnen können. Nach so vielen Jahrzehnten erfolgreicher Forschungsarbeit ist unser Netzwerk in der Tat derartig breit, dass wir stets geeignete Referenten für ein aktuelles Leitthema unserer Konferenzreihe gewinnen können.
Zur Ausgewogenheit der Beiträge und Präsentationen zwischen Praxis aus den Unternehmen und Forschung kann ich berichten, dass wir uns im Durchschnitt bemühen, 70 bis 80% Praxisbeiträge zu finden, die sich in das Leitthema der Konferenz einbetten lassen. Für die kommende Konferenz darf ich bereits ankündigen, dass wir (ausnahmsweise) der Thematik Simulation einen besonders umfangreichen Vortragsblock gewidmet haben.
Ausdrücklich bejahen kann ich die gemeinsamen Beiträge it Industriepartnern, was durch die Nennung der Co-Autoren bereits im Konferenzprogramm angezeigt wird. Mir persönlich sind diese Beiträge relativ wichtig, da ich auch zukünftig eng und verzahnt sowohl mit Großunternehmen als auch mit Mittelständlern zusammenarbeiten möchte.
Was wird den Besuchern im Rahmenprogramm, falls es dies gibt, geboten?
Liewald: Selbstverständlich gibt es wieder ein sehr interessantes Rahmenprogramm. Dieses beginnt bereits am Vortag der Konferenz, also am Montag, 21. Mai. Wir bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, an einer Industrietour teilzunehmen. Hierbei stehen mehrere Ziele zur Auswahl. Darüber hinaus finden am Institut einzelne Fachvorträge zum Thema Servopressen statt. Gegen Abend beginnt dann im Versuchsfeld des IFU der schon traditionelle IFU-Abend. Im Mittelpunkt steht dabei dieses Jahr die Vorstellung der neuen 6300-kN-Servopresse. Zu erwähnen ist auch die Firmenausstellung und das Gala-Dinner am Dienstagabend.
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