Fachkräftemangel Zahlen der Ingenieurstudenten ist zurück gegangen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Ingenieur- und Informatikerberufen zunehmen. Das liegt unter anderem an der Demografie, Digitalisierung und Klimaschutz. Die Zahl der offenen Stellen in den Ingenieurberufen sind trotz konjunktureller Eintrübung hoch.

„Von der Batterieproduktion bis zur Windkraft – überall werden Ingenieure gebraucht, wenn wir den Standort Deutschland aktiv und lebenswert gestalten wollen. Die immer noch hohe Zahl an offenen Stellen ist für mich schwer nachvollziehbar. Der Ingenieurberuf ist der Zukunftsjob überhaupt. Sinnhaftigkeit und Mehrwert für die Gesellschaft stehen seit jeher im Fokus“, so VDI-Direktor Adrian Willig. (Bild:  VDI)
„Von der Batterieproduktion bis zur Windkraft – überall werden Ingenieure gebraucht, wenn wir den Standort Deutschland aktiv und lebenswert gestalten wollen. Die immer noch hohe Zahl an offenen Stellen ist für mich schwer nachvollziehbar. Der Ingenieurberuf ist der Zukunftsjob überhaupt. Sinnhaftigkeit und Mehrwert für die Gesellschaft stehen seit jeher im Fokus“, so VDI-Direktor Adrian Willig.
(Bild: VDI)

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamt vom Januar 2024 dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gesunken sein. Diese starke konjunkturelle Eintrübung hat auch (kurzfristige) Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in den Ingenieur- und Informatikerberufen. So ist im dritten Quartal des Jahres 2023 die Gesamtzahl an offenen Stellen im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent auf 165.200 gesunken. Damit ist das Niveau der Vor-Corona-Zeit immer noch deutlich übertroffen (2019: 128.900).

Es zeigt sich angesichts dieser Zahlen, dass der Ingenieurberuf weiterhin attraktiv ist. „Von der Batterieproduktion bis zur Windkraft – überall werden Ingenieure gebraucht, wenn wir den Standort Deutschland aktiv und lebenswert gestalten wollen. Die immer noch hohe Zahl an offenen Stellen ist für mich schwer nachvollziehbar. Der Ingenieurberuf ist der Zukunftsjob überhaupt. Sinnhaftigkeit und Mehrwert für die Gesellschaft stehen seit jeher im Fokus“, so VDI-Direktor Adrian Willig.

Zwischen den einzelnen Berufskategorien gibt es im Vorjahresvergleich große Unterschiede. So nahm die Anzahl der offenen Stellen im Jahresvergleich in den Ingenieurberufen, technische Forschung und Produktionssteuerung um 9,0 Prozent zu. In den Ingenieurberufen Maschinen- und Fahrzeugtechnik nahmen sie um 2,0 Prozent zu. Auf der anderen Seite nahm die Anzahl der offenen Stellen in den Bauingenieurberufen um 5,3 Prozent. Bei den Informatikerberufen nahmen sie um 10,8 Prozent ab.

Herausforderung Kompetenzentwicklung bei Schülern

Der Monitor beleuchtet zudem die Entwicklungen an den Hochschulen. Die Zahl der Studienanfänger ist im ersten Hochschulsemester in den Fächern Ingenieurwissenschaften und Informatik um besorgniserregende 12,5 Prozent gesunken. In den vergangenen zehn Jahren haben dabei die Studienbereiche Maschinenbau/Verfahrenstechnik und Elektrotechnik stark an Studienanfängern verloren, während die Informatik deutlich zulegen konnte. Diese Entwicklung steht im starken Gegensatz zu den zunehmenden Anforderungen der sich wandelnden Gesellschaft. „Dieser Trend sollte uns alarmieren, da wir dringend qualifizierte Fachkräfte in diesen Berufsfeldern benötigen, um den zukünftigen Anforderungen Deutschlands gerecht zu werden“, warnt Willig.

Der aktuelle Ingenieurmonitor sieht auch Herausforderungen bei der Kompetenzentwicklung der 15-Jährigen Schülern. Diese belasten zusätzlich den Ausblick auf den Nachwuchs in den Ingenieur- und Informatikerberufen. Während die durchschnittlichen mathematischen Kompetenzen 15-jähriger von Pisa-2000 bis Pisa-2012 kontinuierlich zugenommen haben, sind die Kompetenzen von Pisa-2012 bis Pisa-2018 gesunken. Danach sind sie bis Pisa-2022 noch einmal stärker eingebrochen. Die Zahl der 15-jährigen Schüler, die hohe Kompetenzen in Mathematik aufwiesen, halbierte sich von 17 Prozent (Pisa-2012) fast auf 8,6 Prozent bei Pisa-2022. Auch in den Naturwissenschaften verschlechterten sich die Werte. „Um entgegenzuwirken, sind Maßnahmen erforderlich, um junge Menschen für ingenieur- und informatikbezogene Inhalte zu begeistern. Gemeinsame Anstrengungen von Bildungseinrichtungen, Politik und Gesellschaft sind notwendig, um die Attraktivität des Ingenieurberufs zu steigern und qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen“, führt Willig aus. „Der VDI ist hier mit seinen Nachwuchsaktivitäten, wie zum Beispiel den Vdini-Clubs oder Zukunftspiloten aktiv.“

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